Finanzen / 12.09.2017

Riester-Rente plus Rettungsanker

Lohnt sich die Kombination einer Riester-Rentenversicherung mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung?

Offenbach (mjj) Die Riester-Rentenversicherung bietet eine Besonderheit: Sparer können eine Berufsunfähigkeitsversicherung einbauen - das gibt es bei keinem anderen Riester-Produkt. Wenn Arbeitnehmer nicht mehr arbeiten können, springt die Versicherung mit einer Berufsunfähigkeitsrente ein. Die ist allerdings klein und kann niemals die Lücke zum alten Erwerbseinkommen annähernd schließen.

Der Grund: Maximal 15 Prozent der eingezahlten Beiträge dürfen für den Baustein "Berufsunfähigkeitsversicherung" verwendet werden. Schließlich gilt die Riester-Rente der Alters-, nicht der Risikovorsorge. Sparer müssen zudem bedenken, dass eine Berufsunfähigkeitsrente aus einem Riester-Vertrag versteuert werden muss und dass der Zusatzbaustein die Höhe der Riester-Rente im Alter mindert. 

Lieber getrennt abschließen

Eine ausreichende Absicherung bietet eine getrennt abgeschlossene private Berufsunfähigkeitsversicherung. Sie kann eine sinnvolle Ergänzung zur gesetzlichen Erwerbsminderungsrente sein. Grundsätzlich ist es besser, Alters- und Risikovorsorge zu trennen. Im Falle eines finanziellen Engpasses - etwa durch Arbeitslosigkeit - kann eines der beiden Produkte beitragsfrei gestellt werden. Sparer müssen dann nicht für beide Produkte die Handbremse ziehen.

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Autor

Michael J. John