Finanzen / 19.12.2017

Riester-Rente: Stagnation und Vorfreude

Abermals stagniert die Zahl der Riester-Renten. Die Hoffnungen ruhen auf dem laufenden Quartal und noch viel mehr auf 2018.

Berlin (mjj) Die Riester-Rente tritt auf der Stelle: Nach Angaben des Bundessozialministeriums bestehen aktuell 16.54 Millionen Altersvorsorgeverträge nach 16.51 Millionen im zweiten Quartal. Seit 2015 pendeln die Bestandszahlen um die 16,5 Millionen-Marke. Nun ruhen die Hoffnungen der Branche auf das traditionell abschlussstarke vierte Quartal und die guten Nachrichten für Sparer 2018.

Denn mit dem Jahreswechsel setzt die Bundesregierung die Riester-Förderung hoch: Statt 154 Euro Grundzulage fließen dann bis zu 175 Euro. Hinzu kommen das Ende der sogenannten Doppelverbeitragung für über den Betrieb abgeschlossene Riester-Renten, steuerschonende Änderungen bei der Auszahlung von Kleinstbetragsrenten sowie ein Freibetrag, wenn die Bezieher Grundsicherung im Alter beantragen.

In der Summe, so die Hoffnung der Finanzbranche und der Politiker, erhält die Riester-Rente durch die Änderungen neuen Schwung. 

Wohn-Riester und Riester-Investmentfondssparläne im Plus

Derweil lassen weiter Riester-Rentenversicherungen und -Banksparpläne Federn: Hier sankt der Bestand um 30.000 Verträge beziehungsweise 6.000 Verträge auf nun 1,89 Millionen und 748.000 Abschlüsse. Sie leiden besonders unter dem Niedrigzinsniveau. Im Windschatten von steigenden Aktienindizes und hoher Immobiliennachfrage stiegen hingegen die Bestände an Riester-Investmentfondssparplänen (3,25 Millionen, plus 50.000 Verträge) und Wohn-Riester-Angeboten (1.75 Millionen, plus 11.000 Verträge). 

 

 

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Autor

Michael J. John