Gesundheit / 28.08.2019

Risiko Lebendimpfstoff bei Autoimmunkrankheiten

Bei Autoimmunkrankheiten wie Rheuma sind Impfungen besonders wichtig. Vorsicht jedoch bei Lebendimpfstoffen – es kann zur Infektion kommen.

Bild zum Thema Risiko Lebendimpfstoff bei Autoimmunkrankheiten: Arzt klopft gegen eine Impfspritze.

Stuttgart (dpa/tmn). Für Menschen mit Autoimmunkrankheiten wie Rheuma sind Impfungen besonders wichtig. Denn die Krankheit und ihre Behandlung schwächen die eigene Immunabwehr gegen Bakterien und Viren. Vorsicht ist jedoch bei Lebendimpfstoffen geboten, erklärt die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh). Denn bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem könne es dadurch zu einer Infektion kommen.

Wo kommen Lebendimpfstoffe zum Einsatz?

Bei Lebendimpfstoffen werden abgeschwächte Krankheitserreger verwendet. Sie kommen zum Beispiel bei Impfungen gegen Masern-Mumps-Röteln, Gelbfieber und Rotaviren zum Einsatz. Diese Impfungen erfolgen allerdings meist in den ersten Lebensjahren und sind in der Regel abgeschlossen, wenn rheumatische Erkrankungen auftreten.

Keine Lebendimpfstoffe bei geschwächtem Immunsystem

Nehmen Rheuma-Patienten sogenannte Immunsuppressiva ein, sollten sie sich möglichst vor Behandlungsbeginn impfen lassen. Diese Medikamente bremsen das Immunsystem.

Lebendimpfstoffe sollten in solchen Fällen eher nicht eingesetzt werden. Totimpfstoffe, die abgetötete Erreger enthalten, können allerdings bei den meisten Rheumatikern bedenkenlos verabreicht werden – auch wenn sie Immunsuppressiva einnehmen.

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 Deutsche Presseagentur – Themendienst