Soziales / 08.10.2018

Roboter sollen im Alter helfen

Ein neues Forschungszentrum entwickelt Roboterassistenten für das Alter. Ein Modell soll auch Ferndiagnosen ermöglichen.

Garmisch-Partenkirchen (dpa/lby). Selbstbestimmtes Wohnen im Alter durch Einsatz von Robotern: In Garmisch-Partenkirchen ist am Samstag ein Anwender- und Forschungszentrum der Technischen Universität (TU) München eröffnet worden, das sich diesem Thema widmet. Dort sollen künftig Roboterassistenten entwickelt und in Feldstudien erprobt werden, wie die TU mitteilte.

Auf zwei Etagen und rund 700 Quadratmetern Fläche werden zunächst rund 15 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Munich School of Robotics and Machine Intelligence (MSRM) arbeiten. Später sollen es bis zu 40 Forscher sein.

Entwicklung in enger Zusammenarbeit mit den späteren Nutzern

Professor Sami Haddadin, Direktor der MSRM, kündigte einen engen Kontakt mit späteren Nutzern an: „Der Name ist Programm. Wir werden hier Geriatronik-Forschung betreiben und die Technologie mit den Menschen in Garmisch-Partenkirchen in Berührung bringen, ihnen sollen unsere Entwicklungen ja in der Anwendung von Nutzen sein“, sagte er laut Mitteilung zur Eröffnung des Forschungszentrums.

„Nur so können wir sicherstellen, dass wir unsere Roboter an den Bedürfnissen der Menschen ausrichten und Berührungsängste von Anfang an abbauen.“

GARMI soll im Alltag helfen

Wichtigstes Projekt des Zentrums ist ein zweiarmiger Roboterassistent namens GARMI. Er soll unter anderem älteren Menschen bei Alltagstätigkeiten oder ein Werkzeug für die Telemedizin sein. GARMI soll es zum Beispiel ermöglichen, dass Ärzte im Notfall und auch bei Routine-Untersuchungen aus der Ferne handeln können.

Gefördert wird das Projekt von der Staatsregierung und dem Markt Garmisch-Partenkirchen.

Autor

 Deutsche Presseagentur