Rente / 15.03.2019

Roßbach: Gutes Zeugnis für die Koalition

Die Präsidentin der Deutschen Rentenversicherung Bund lobt, Union und SPD hätten die Stärke der gesetzlichen Rente erkannt.

Gundula Roßbach, Präsidentin der DRV Bund – Bild: DRV Bund © Laurence Chaperon

Berlin (dpa). Die Präsidentin der Deutschen Rentenversicherung Bund, Gundula Roßbach, hat der Bundesregierung für das erste Amtsjahr in der Rentenpolitik ein positives Zeugnis ausgestellt. "Die große Koalition hat die Stärke der gesetzlichen Rentenversicherung erkannt und traut ihr etwas zu", sagte Roßbach der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Das ist positiv und schafft Vertrauen." Mit ihrem ersten Rentenpaket hatte die Regierung unter anderem Haltelinien beim Rentenniveau und beim Beitragssatz eingezogen.

Zugleich erläuterte Roßbach: "Das erste Jahr der großen Koalition war geprägt von einem positiven wirtschaftlichen Umfeld." So seien auch die Beitragseinnahmen der Rentenversicherung deutlich gestiegen und hätten die Ausgaben deutlich übertroffen. "Die Renten wurden Mitte 2018 spürbar erhöht", erinnerte Roßbach – nämlich im Westen um 3,22 und im Osten um 3,37 Prozent.

Für die Zukunft verwies die Chefin der Rentenversicherung auf die Regierungskommission, die derzeit über eine langfristig sichere Basis für die Rentenversicherung berät. "Es gilt, einen tragfähigen und ausgewogenen Vorschlag für die Zeit nach 2025 zu erarbeiten", betonte sie. Auch private und betriebliche Vorsorge ist aus Roßbachs Sicht weiter wichtig: "Eine auskömmliche Versorgung durch alle drei Säulen der Alterssicherung nach einem langen Erwerbsleben, in dem Vollzeit gearbeitet wurde, muss das Ziel bleiben." Gleichzeitig müsse auch der Beitragssatz auf lange Sicht "bezahlbar" bleiben.

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 Deutsche Presseagentur