Rente / 21.11.2017

Roßbach plädiert für Beitragssenkung

Präsidentin der Deutschen Rentenversicherung Bund will an gesetzlichem Mechanismus für Rentenbeitrag festhalten.

Bremen (sth). Für eine Senkung des Rentenbeitrags im kommenden Jahr hat sich die Präsidentin der Deutschen Rentenversicherung Bund, Gundula Roßbach, ausgesprochen. Für die Anpassung des Beitragssatzes gebe es einen gesetzlichen Mechanismus, sagte Roßbach in einem Interview des Bremer "Weser-Kurier". Den dafür notwendigen Rahmen "haben wir im nächsten Jahr, so die Prognosen, übertroffen. Aus meiner Sicht spricht vieles dafür, es bei der gesetzlichen Regelung zu belassen und den Beitragssatz abzusenken", erklärte die Chefin des größten deutschen Rentenversicherers. Im Endeffekt müsse aber die Politik entscheiden.

Mit Blick auf die - inzwischen gescheiterten - Sondierungsgespräche für eine Jamaika-Regierung erklärte Roßbach, es sei "wichtig, auf jene Gruppen zu schauen, die ein höheres Risiko haben, im Alter arm zu sein". Deshalb plädiere sie für Gespräche über eine weitere Verbesserung der Erwerbsminderungsrente. Zudem bliebe das "große Thema der Selbstständigen", die ein hohes Altersarmutsrisiko hätten, so Roßbach. "Da sind wir in Europa fast die einzigen, die dafür keine Lösung haben." Zudem plädierte die Rentenversicherungs-Chefin erneut dafür, eine mögliche weitere Ausweitung der Mütterrente aus Steuermitteln zu finanzieren. "Das ist keine Leistung, die die Beitragszahler alleine stemmen sollten", sagte Roßbach.

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Link zum Interview von Gundula Roßbach, Präsidentin der Deutschen Rentenversicherung Bund, mit dem "Weser-Kurier"

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Autor

Stefan Thissen