Rente / 06.04.2020

Roßbach: Rentenzahlungen sind gesichert

Rentenversicherungs-Chefin: Im Moment erwarte ich, dass das Minus überschaubar ist. Rentenversicherung geht finanziell gut ausgestattet in die Krise.

Bild zum Beitrag "Roßbach: Rentenzahlungen sind gesichert". Das Bild zeigt Gundula Roßbach, die Präsidentin der Deutschen Rentenversicherung Bund

Gundula Roßbach, Präsidentin der DRV Bund

Berlin (dpa). Die Präsidentin der Deutschen Rentenversicherung, Gundula Roßbach, geht vorerst von keinen finanziellen Nachteilen für die Rentner in der Corona-Krise durch einen Einbruch der Beitragseinnahmen aus. "Im Moment erwarte ich, dass das Minus überschaubar ist", sagte Roßbach dem "Tagesspiegel" (Montag). Die Bundesagentur für Arbeit zahle ja weiter Beiträge an die Rentenversicherung, selbst wenn Menschen in Kurzarbeit seien oder arbeitslos würden. Eine genaue Einschätzung dazu sei zurzeit aber sehr schwierig. Sie betonte, mit einer Nachhaltigkeitsrücklage von rund 40 Milliarden Euro gehe die Rentenversicherung finanziell gut ausgestattet in die Krise. "Die Auszahlung der Renten ist gesichert."

Roßbach versicherte, die Renten würden im Sommer 2021 auf keinen Fall gekürzt. Dies sei gesetzlich festgelegt. "Minusrunden kann es also nicht geben." Wie stark die Renten dann steigen würden, hänge von der Entwicklung der Bruttolöhne in diesem Jahr ab. "Im Moment können wir nicht seriös vorhersagen, wie die Entwicklung läuft." Das hänge davon ab, wie lange die Krise dauere, wie lange Unternehmen ihre Mitarbeiter in Kurzarbeit schickten, wie lange Menschen arbeitslos seien und wie sich die Tarifabschlüsse entwickelten.

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Interview des Berliner "Tagesspiegel" mit der Präsidentin der Deutschen Rentenversicherung Bund, Gundula Roßbach

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Autor

 Deutsche Presseagentur