Rente / 23.10.2018

Schnellerer Antrag auf VBL-Betriebsrente

Rentenversicherung und Kasse der öffentlichen Zusatzversorgung wollen Abläufe und Datenaustausch untereinander vereinfachen.

Berlin (drv). Mit der gemeinsamen Initiative „Leistungsdaten und Einkommensanrechnung“ arbeiten die Deutsche Rentenversicherung und die Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL) daran, den Austausch der Rentendaten zu digitalisieren. Ziele der Kooperation sind, Abläufe und Datenaustausch zwischen beiden Partnern wesentlich zu vereinfachen und den Antrag auf Betriebsrente für Versicherte zu beschleunigen. Zudem ist die Umstellung des Datentransfers von Papier hin zum digitalen Austausch umweltfreundlicher; das spart Verwaltungskosten und modernisiert Arbeitsabläufe.

„Durch die Zusammenarbeit mit der Deutschen Rentenversicherung möchten wir das Innovationspotenzial der Digitalisierung noch besser ausschöpfen. Das ist ein gemeinsames strategisches Ziel. Für unsere Kundinnen und Kunden wird es dadurch zukünftig noch einfacher, ihre Rentenleistungen zu erhalten“, sagt Richard Peters, Präsident der VBL.

Eine der komplexesten Zusammenarbeiten von DRV und VBL

„Es ist nicht die erste enge Zusammenarbeit der Rentenversicherung mit der VBL, aber eine der komplexesten. Wir arbeiten gemeinsam daran, dass digitale Geschäftsprozesse Standard werden", erklärt Dr. Stephan Fasshauer, Direktor bei der Deutschen Rentenversicherung Bund. „Das beschleunigt nicht nur unseren Datenaustausch, sondern erleichtert zudem die Arbeit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nachhaltig."

Aus der Initiative heraus sollen zunächst der Austausch der Daten zur Einkommensanrechnung und der Transfer der Leistungsdaten digitalisiert werden. Der Austausch der Daten zur Einkommensanrechnung, welche die Deutsche Rentenversicherung von der VBL zur Rentenberechnung für Hinterbliebene benötigt, erfolgt seit Oktober 2018 ausschließlich elektronisch. Damit ist ein erster wichtiger Schritt im Digitalisierungsprojekt bereits erreicht.

Transfer der Leistungsdaten wird digitalisiert

Im nächsten Schritt planen beide Partner, den Transfer der Leistungsdaten digital umzustellen. Ist dieser elektronische Austausch eingerichtet, müssen zum Beispiel Personen, die bei der VBL einen Anspruch auf Betriebsrente haben, ihren Bescheid von der Deutschen Rentenversicherung nicht mehr per Post an die VBL schicken. Stattdessen werden die erforderlichen Daten digital von der VBL bei der Rentenversicherung abgerufen.

Händisches Erfassen und Weiterbearbeiten der Bescheide entfallen oder können auf ein Mindestmaß reduziert werden. Das beschleunigt den Austausch der Leistungsdaten wesentlich. Der Abschluss des Projekts „Leistungsdaten und Einkommensanrechnung“ ist für Dezember 2019 geplant. Voraussichtlich ab Januar 2020 wird der Antrag auf Betriebsrente digitaler und kundenfreundlicher. Die VBL informiert ihre Versicherten rechtzeitig darüber.

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 Deutsche Rentenversicherung