Finanzen / 14.02.2019

Seehofer verteidigt Baukindergeld

Kritiker bemängeln, dass ein Großteil der Anträge für den Erwerb von Bestandsimmobilien gestellt werden und nicht für den Neubau.

Horst Seehofer, CSU, im Deutschen Bundestag. – Bild: Deutscher Bundestag © Achim Melde

Berlin (dpa). Für das Baukindergeld sind bis Ende Januar 64.000 Anträge eingegangen. Das sagte der auch für Bau zuständige Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) am Dienstagabend in Berlin bei einem Empfang des Dachverbands der Immobilienbranche ZIA. Damit seien bereits 1,3 Milliarden von geplanten 2,7 Milliarden Euro bis Ende 2020 verplant, sagte Seehofer.

Streit um Förderung für Neubau oder Hauskauf

Das Baukindergeld kann seit August beantragt werden. Für den Bau eines Hauses oder den Kauf einer Immobilie winkt ein staatlicher Zuschuss von 1.200 Euro je Kind und Jahr, gezahlt über zehn Jahre: also 12.000 Euro pro Kind.

Kritiker bemängeln, dass ein Großteil der Anträge für den Erwerb von Bestandsimmobilien gestellt werden und nicht für den Neubau.

„Das Baukindergeld hat nicht in erster Linie den Sinn, Bautätigkeit anzustoßen, sondern Wohneigentum zu bilden“, hielt Seehofer dagegen. „Und ich finde, wir sollten als Politiker den Leuten nicht vorschreiben, ob sie jetzt ein altes Bauernhaus kaufen, weil sie viele Kinder haben und die Natur lieben, oder ob sie neu bauen.“

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 Deutsche Presseagentur