Soziales / 22.01.2019

Senioren: Assistance-Leistungen nach Unfall

Nach einem Unfall brauchen Senioren nach der medizinischen Behandlung oft weiter Unterstützung. Lohnen sich Assistance-Leistungen?

Alte Dame im Rollstuhl mit Hand einer Pflegerin auf der Schulter. – Bild: wdv.de © Jan Lauer

Berlin (dpa/tmn). Sie organisieren und bezahlen warme Mahlzeiten, Pflege, Begleitung zu Arztbesuchen oder eine Haushaltshilfe – viele Unfallversicherungen bieten älteren Kunden im Ernstfall zusätzliche Hilfe. Solche Assistance-Leistungen können zu einer bestehenden Unfallversicherung oder separat gebucht werden. Die Experten der Stiftung Warentest haben für die Zeitschrift „Finanztest“ (Heft 2/2019) 57 entsprechende Tarife für Senioren überprüft. Das Ergebnis: Der Schutz kann sich lohnen und ist bezahlbar.

Hilfe bei der Organisation

Sinnvoll ist eine Unfallversicherung mit Assistance-Leistungen vor allem für ältere Menschen, die weitgehend auf sich alleine gestellt sind. Sie bekommen zwar auch ohne solche Verträge Unterstützung, allerdings vor allem im medizinischen oder pflegerischen Bereich.

Eine Haushaltshilfe etwa bewilligen Krankenkassen aber nur in bestimmten Fällen. Der Assistance-Service der Versicherung organisiert solche Hilfe hingegen innerhalb weniger Tage – für Betroffene eine Hilfe.

Günstiger Zusatzschutz

Die gute Nachricht: Der zusätzliche Schutz ist nicht unbedingt teuer. Für 65-Jährige zum Beispiel gibt es schon ab 35 Euro im Jahr empfehlenswerte Angebote, für 75-jährige Neukunden ab 51 Euro pro Jahr. Fast immer ist der Jahresbetrag vom Einstiegsalter abhängig.

Wer über einen Abschluss nachdenkt, sollte sich laut „Finanztest“ die Tarife gut anschauen, denn es gibt große Unterschiede beim Leistungsumfang. Im Test waren 17 Tarife empfehlenswert.

Leistungen genau prüfen

Wichtig zu beachten: Die Leistungen sind in der Regel auf einen Zeitraum von sechs Monaten begrenzt. Die Versicherungen springen außerdem nur nach einem Unfall ein. Gerade im Alter sind schwere Erkrankungen wie Lungenentzündungen jedoch ebenfalls häufig. Dann greift der zusätzliche Schutz aber meist nicht.

Weitere Informationen

www.test.de
Test der Stiftung Warentest (zum Teil kostenpflichtig)

Autor

 Deutsche Presseagentur – Themendienst