Finanzen / 21.12.2018

So sparen Sie als Privatversicherter bei den Krankenkassenbeiträgen

Mit Beitragserhöhungen wollen private Krankenversicherungen gestiegene Kosten auffangen – Versicherte können aber gegensteuern.

Eine Gesundheitskarte liegt auf einem Formular. Bildnachweis: fotolia.com © Jürgen Fälchle

Düsseldorf (dpa/tmn). Wenn die private Krankenversicherung mit der Zeit zu teuer wird, gibt es Möglichkeiten, den Beitrag zu senken. Versicherte sollten genau abwägen, was für sie das Beste ist. Am einfachsten ist es, die Selbstbeteiligung an den Krankheitskosten zu erhöhen, rät Elke Weidenbach von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Versicherte können ihren Anbieter bitten, die Prämien für verschiedene Selbstbehalte durchzurechnen.

Möglichkeit 1: Selbstbehalt erhöhen

„Um abzuschätzen, ob sich das Angebot lohnt, teilt man den Selbstbehalt durch zwölf und addiert ihn auf den monatlichen Beitrag“, erklärt Weidenbach. Deutliche Ersparnisse gegenüber dem alten Beitrag rechtfertigen eine Erhöhung des Selbstbehalts. Zu hoch sollte dieser aber nicht sein. Die Stiftung Warentest empfiehlt, einen Eigenanteil über 1.000 Euro zu vermeiden. Zudem lohnt es sich, Geld anzusparen. In der Regel ist es nicht möglich, den Selbstbehalt später wieder zu senken. Der Versicherer muss zustimmen. Meist verlangt er eine erneute Gesundheitsprüfung.

Möglichkeit 2. Tarif wechseln

Den Vertrag zu kündigen, ist selten sinnvoll. Dann gehen die Altersrückstellungen vollständig oder zum Teil verloren. Privat Krankenversicherte haben aber das Recht, bei ihrer eigenen Versicherungsgesellschaft in einen anderen Tarif zu wechseln – und die Rückstellungen so zu erhalten. Besonders für lang Versicherte kann sich das lohnen. Mitunter können sie in einen Tarif mit ähnlichen Leistungen wechseln, der deutlich günstiger ist.

Allerdings sei der Tarifwechsel nicht ganz ohne Hürden. Bianca Boss vom Bund der Versicherten empfiehlt deshalb: „Weisen Sie den Versicherer auf Ihr Recht zu wechseln hin, er soll passende Tarife, deren Leistungen, Unterschiede und den Beitrag aufschlüsseln.“ Das Wichtigste sei, genau darauf zu achten, wo es beim neuen Tarif Leistungseinschränkungen gibt. „Die Krux steckt im Detail.“

Der Versicherte muss überlegen, welche Einschränkungen ihm die Ersparnisse wert sind. Leistungen wie Zahnersatz sollten gerade im Alter nicht reduziert werden. Am besten lassen Versicherte sich beim Tarifwechsel unabhängig beraten.

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 Deutsche Presseagentur – Themendienst