Rente / 10.10.2019

Sozialversicherungswerte für 2020 beschlossen

Bundeskabinett bestätigt: Beitragsbemessungsgrenze für die Rentenversicherung steigt im Westen um 3 Prozent, im Osten um 4,9 Prozent.

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Taschenrechner

Berlin (sth). Die Bundesregierung hat am Mittwoch die Sozialversicherungs­rechengrößen-Verordnung 2020 beschlossen. Mit der Verordnung werden die maßgeblichen Rechengrößen der Sozial­versicherung entsprechend der Einkommensentwicklung im vergangenen Jahr angepasst. Die der Anpassung zugrundeliegende Einkommensentwicklung im Jahr 2018 lag nach Angaben des Bundessozialministeriums im Bundesgebiet bei 3,12 Prozent – in den alten Bundesländern bei 3,06 Prozent, in den neuen Ländern bei 3,38 Prozent.

Der Verordnung zufolge steigt die Beitragsbemessungsgrenze für die Rentenversicherung im Westen um 3 Prozent, im Osten um 4,9 Prozent. Für die Ermittlung der Einkommensentwicklung wird die Veränderung bei den Bruttoverdiensten je Arbeitnehmer ohne Beschäftigte in sogenannten Ein-Euro-Jobs zugrunde gelegt. Die Verordnung muss noch vom Bundesrat gebilligt werden.

 

Rechengrößen der Sozialversicherung 2020
West Ost
Monat Jahr Monat Jahr
Beitragsbemessungsgrenze: allgemeine Rentenversicherung 6.900€ 82.800€ 6.450€ 77.400€
Beitragsbemessungsgrenze: knappschaftliche Rentenversicherung 8.450€ 101.400€ 7.900€ 94.800€
Beitragsbemessungsgrenze: Arbeitslosenversicherung 6.900€ 82.800€ 6.450€ 77.400€
Versicherungspflichtgrenze: Kranken- u. Pflegeversicherung 5.212,50€ 62.550€ 5.212,50€ 62.550€
Beitragsbemessungsgrenze: Kranken- u. Pflegeversicherung 4.687,50€ 56.250€ 4.687,50€ 56.250€
Bezugsgröße in der Sozialversicherung 3.185€* 38.220€* 3.010€ 36.120€
vorläufiges Durchschnittsentgelt/Jahr in der Rentenversicherung

40.551€

* in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung gilt dieser Wert bundeseinheitlich

Mehr zum Thema:

www.bmas.de

Sozialversicherungs-Rechengrößenverordnung 2020 (im pdf-Format)

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Autor

Stefan Thissen