Rente / 02.01.2018

SPD-Ministerin fordert Solidarrente

Sächsische Integrationsministerin Köpping: Problem der Rentenungerechtigkeit muss angegangen werden.

Dresden (dpa). Sachsens Integrationsministerin Petra Köpping (SPD) fordert eine Solidarrente gegen Altersarmut. In Ostdeutschland, aber auch im Westen gebe es Menschen, die jahrelang nur wenig verdient haben. "Das Problem der Rentenungerechtigkeit muss angegangen werden", sagte Köpping der Deutschen Presse-Agentur. Es sei ein gesamtdeutsches Problem. Es gebe überall Menschen, die wenig verdient haben, wenig in die Rentenkassen eingezahlt haben und jetzt von ihrer Rente nicht leben können. "Deswegen brauchen wir eine Solidarrente."

Aus ostdeutscher Perspektive gebe es dazu noch eine Reihe weiterer Fragen, die geklärt werden müssten. Dazu zähle der Streit um die Betriebsrenten für DDR-Reichsbahner oder die Versorgung ehemaliger Bergleute. Sie verstehe sehr gut, dass die Reichsbahner und Bergleute sich betrogen fühlten, sagte Köpping. Alle Parteien sollten noch einmal nachdenken, ob da auf der Ebene des Rentenrechts nicht doch Gerechtigkeit geschaffen werden könne, forderte die Ministerin.

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 Deutsche Presseagentur