Rente / 24.10.2017

Spekulationen um Rentenbeitrag

Medien: Beitragssatz könnte Anfang kommenden Jahres um 0,1 Prozentpunkte sinken.

Berlin (sth). Der Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung könnte laut übereinstimmenden Medienberichten ab Januar 2018 geringfügig sinken. Wie die "Badische Zeitung" schreibt, ist das Finanzpolster der Rentenversicherung – die sogenannte Nachhaltigkeitsrücklage – aufgrund der weiter steigenden Beschäftigtenzahlen und des Lohnwachstums "so hoch, dass eine Beitragssenkung zu Jahresbeginn im Bereich des Möglichen liegt" (siehe auch Link unten). Bereits im Sommer dieses Jahres hatten Finanzexperten der Deutschen Rentenversicherung angedeutet, dass das zum Jahresende erwartete Defizit in den Rentenkassen niedriger ausfallen dürfte als ursprünglich erwartet.

Ob es tatsächlich zu einer Beitragssenkung kommt, hängt davon ab, ob der Schätzerkreis für die Rentenversicherung bei einem gleich bleibenden Beitragssatz für das Jahresende 2018 eine Rücklage von mehr als 1,5 Monatsausgaben erwartet. In diesem Fall müsste laut Gesetz der Rentenbeitrag Anfang 2018 sinken. "Doch es gibt keinen Automatismus", heißt es in dem Zeitungsbericht. "Denn die Politik und die Selbstverwaltung der Rentenversicherung wollen eine Beitragsermäßigung verhindern, wenn sie nur kurzfristig angezeigt ist."

Laut den jüngsten offiziellen Angaben der Rentenversicherung vom Sommer dieses Jahres wird der derzeitige Beitragssatz von 18,7 Prozent voraussichtlich bis zum Jahr 2021 stabil bleiben. Im Jahr 2022 müsse der Beitragssatz dann auf – geschätzt – 19,1 Prozent angehoben werden.

Mehr zum Thema:

www.deutsche-rentenversicherung.de

Link zu weiteren Informationen der Deutschen Rentenversicherung über die Entwicklung der Rentenfinanzen

www.badische-zeitung.de

Link zum Bericht der "Badischen Zeitung" über die aktuelle Entwicklung der Finanzen in den Sozialkassen

Autorenbild

Autor

Stefan Thissen