Gesundheit / 26.10.2020

Sport sollte nicht weh tun

No pain, no gain – kein Schmerz, kein Erfolg. Schmerzen zu ignorieren, kann jedoch gefährlich sein. Es gibt aber Ausnahmen.

Verletzer Mann in Sporthalle legt sich eine Kniebandage an.

Dresden (dpa/tmn). Schmerzen gehören zum Sport dazu, glauben viele. Doch das stimmt nur äußerst bedingt. Der Sportmediziner und Orthopäde Axel Klein rät Freizeitsportlern jedenfalls dazu, möglichst immer im schmerzfreien Rahmen zu trainieren.

„Die einzige Ausnahme ist der Schmerz bei einem Muskelkater.“ In dem Fall könne man aktiv sein, sollte jedoch die betroffene Muskelgruppe außen vor lassen und seinen Körper an anderen Stellen belasten, so der Experte aus Dresden.

Und es gibt noch eine Ausnahme: Bestimmte chronische Schmerzen, im Rücken zum Beispiel, bessern sich durch Bewegung. „Das ist jederzeit zu befürworten“, sagt Klein.

Schmerzmittel vergrößern das Risiko von Schäden

Ablehnend steht der Mediziner dem Einsatz von Schmerztabletten gegenüber. Wenn beispielsweise Langstreckenläufer Probleme mit der Achillessehne haben und durch die Einnahme eines Schmerzmittels einen Wettkampf durchstehen wollen, riskieren sie schlimmere Schäden und dadurch eine längere Zwangspause.

Eine Ausnahme sieht Klein auch hier bei chronischen Schmerzen: „In dem Fall kann es, wenn man gut auf die Schmerzmittel eingestellt ist, durchaus sinnvoll sein, sich zu bewegen.“ Das sei zumindest oft besser, als ohne Tabletten gar nichts zu machen.

Jeder hat eine andere Schmerzgrenze

„Schmerz ist immer subjektiv, jeder empfindet ihn anders“, sagt der Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention. Er betont aber, dass man immer schauen müsste, ob die Ursache in einer strukturellen Schädigung an Knochen, Sehnen, Bändern oder Knorpeln liege. Dann sollte man keinesfalls über die Schmerzgrenze hinausgehen.

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 Deutsche Presseagentur – Themendienst