Finanzen / 24.08.2018

Staat erwirtschaftet 48,1 Milliarden Euro Überschuss

Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherungen profitieren vom Wirtschaftswachstum und niedrigem Zinsniveau.

Wiesbaden (mjj) Ein florierender Export, ein robuster Arbeitsmarkt, Bauboom, konsumfreudige Bürger und eine moderate Ausgabenpolitik bescheren dem Staat einen Rekordüberschuss. Auf Basis von vorläufigen Daten haben Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherungen in den ersten sechs Monaten des Jahres einen Rekordüberschuss von 48,1 Milliarden Euro erwirtschaftet, so das Statistische Bundesamt in einer heute verbreiteten Pressemitteilung.

  • Den größten Finanzierungsüberschuss erntete der Bund mit 19,5 Milliarden Euro,
  • die Länder erzielten ein Plus von 13,1 Milliarden Euro,
  • Sozialversicherungen von 9 Milliarden Euro und
  • die Kommunen konnten einen Überschuss von 6,6 Milliarden Euro verbuchen.

Sozialbeiträge mit "dynamischer Entwicklung"

Am deutlichsten sprudelten die Steuern: 403,5 Milliarden Euro flossen in die Staatskasse (plus 5,2 Prozent). Sie sind mit Abstand die wichtigste Einnahmequelle. Ein größeres Plus erzielten die Einkommens- und Vermögenssteuern mit einem Anstieg um 7,2 Prozent. Eine "weiter dynamische Entwicklung" attestieren die Statistiker den Sozialbeiträgen. Sie stiegen dank der guten Arbeitsmarktlage um 4,2 Prozent.

Mehr Personal und höhere Entgelte führten zwar zu einem Ausgabenzuwachs. Doch der Staat profitiert weiterhin vom extrem niedrigen Zinsniveau. So stiegen die Ausgaben des Staates per Saldo im ersten Halbjahr nur um 1,2 Prozent.

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Autor

Michael J. John