Finanzen / 15.12.2020

Steuer: Freibeträge für 2021 eintragen lassen

Regelmäßige Werbungskosten? Wer beim Finanzamt Lohnsteuerermäßigung beantragt, kann sich monatlich ein höheres Nettogehalt sichern.

Gelber Briefkasten mit Aufschrift Finanzamt.

Berlin (dpa/tmn). Arbeitnehmer, die hohe Kosten haben, sollten über einen Antrag auf Lohnsteuer-Ermäßigung nachdenken. Denn mit einem Freibetrag können sie sich direkt ein höheres monatliches Nettogehalt sichern und müssen nicht bis zum nächsten Steuerbescheid warten, erklärt der Bund der Steuerzahler. Dies können hohe Werbungskosten für einen langen Arbeitsweg, Mehraufwendungen für eine doppelte Haushaltsführung oder hohe Fortbildungskosten sein.

Auch Sonderausgaben wie zum Beispiel Unterhaltsleistungen an den geschiedenen Ehegatten oder außergewöhnliche Belastungen, wie etwa hohe Krankheitskosten, können beim monatlichen Lohnsteuerabzug berücksichtigt werden.

Wann die Freibeträge greifen und was angerechnet wird

Die Voraussetzung: Die Aufwendungen betragen mehr als 600 Euro pro Jahr. Berufsbedingte Werbungskosten werden dabei allerdings erst berücksichtigt, wenn sie den jährlichen Arbeitnehmer-Pauschbetrag in Höhe von 1.000 Euro übersteigen.

Der Antrag kann direkt beim Finanzamt gestellt werden. Der Freibetrag kann für zwei Jahre beantragt werden. Ändern sich aber die Umstände, so dass der Freibetrag herabgesetzt werden muss, muss der Steuerzahler die Änderung gegenüber dem Finanzamt anzeigen.

Spätestens im Januar Antrag stellen

Wer bereits ab Beginn des neuen Jahres profitieren möchte, kann noch in diesem Jahr aktiv werden, sollte aber spätestens im Januar den Antrag stellen. Zwar ist ein Antrag auch danach noch möglich, er gilt dann aber erst für die dem Antrag folgenden Monate.

Wichtig zu beachten: Wer Freibeträge erhält, muss in jedem Fall eine Einkommensteuererklärung abgeben. Das Finanzamt rechnet dort nach, ob zu hohe Freibeträge berücksichtigt wurden.

Tipp: Mit dem Brutto-Netto-Rechner berechnen Sie Ihr Nettogehalt und die Abzüge für Steuern und Sozialversicherung.

Autor

 Deutsche Presseagentur – Themendienst