Finanzen / 26.11.2020

Steuerexperten beklagen Überlastung – Aufschub für die Steuererklärung?

Laut einem Medienbericht prüft das Finanzministerium, die Frist zur Abgabe der Steuererklärung zu verlängern.

Mann in Business-Kleidung zeigt auf transparente Flächen mit der Aufschrift Finanzamt, UStG, Paragraf. GewStG.

Berlin (dpa). Steuerberater fordern wegen der Corona-Krise mehr Zeit für die derzeit anstehenden Steuererklärungen. Viele Berater seien aufgrund der Anträge für Corona-Hilfen sehr eingespannt, sagte der Präsident der Bundessteuerberaterkammer, Hartmut Schwab, dem „Handelsblatt“ (Mittwoch). Nötig sei daher „ganz dringend eine gesetzlich geregelte Verlängerung der Fristen für die Abgabe der Jahressteuererklärungen 2019 von steuerlich Beratenen um sechs Monate“.

Steuerberater brauchen mehr Zeit für Corona-Beratung

Bürger, die verpflichtet sind, eine Steuererklärung abzugeben, müssen dies normalerweise bis zum 31. Juli des Folgejahres tun. Lassen sie sich von einem Steuerberater oder einem Lohnsteuerhilfeverein helfen, verlängert sich die Frist bis zum letzten Februartag des übernächsten Jahres. Steuerberater müssten die Erklärungen für 2019 also bis Ende Februar 2021 eingereicht haben.

Dem Bericht zufolge prüft das Finanzministerium derzeit eine Fristverlängerung. Auch der Bund der Steuerzahler forderte einen Aufschub für die Steuerberater. Diese müssten für Unternehmer und Selbstständige, die bei den Anträgen zur Corona-Hilfe Unterstützung brauchten, genauso Zeit finden wie für Mandanten, die ihre Steuererklärungen fristgerecht abgeben wollten.

Autor

 Deutsche Presseagentur