Finanzen / 21.11.2017

Steuerregeln für Fonds ändern sich

Ab 2018 müssen manche Anleger müssen eine Vorabpauschale für ausländische, thesaurierende Fonds zahlen

Berlin (dpa/tmn). Zum 1. Januar 2018 ändern sich die Regeln für die Besteuerung von Fonds. Wer einen ausländischen Fonds in seinem Depot hat, der die Erträge automatisch wieder anlegt (thesauriert), muss künftig eine Vorabpauschale zahlen. Darauf weist die Stiftung Warentest in der Zeitschrift „Finanztest“ (Heft 12/2017) hin. Die Vorabpauschale kann maximal so hoch sein wie die Wertsteigerung eines Fonds.

Depotbank entnimmt die Steuer vom Kundenkonto

Ermittelt wird dieser fiktive Betrag von der Depotbank, sie rechnet ihn am ersten Werktag des Folgejahres ab und führt die Steuer an das Finanzamt ab.

Da die Fondsgesellschaft diese zu zahlenden Steuern aber nicht aus dem Fondsvermögen entnehmen, haben die Banken das Recht, das Geld von einem Verrechnungskonto oder dem Girokonto des Kunden einzuziehen.

Sollte das Konto keine Deckung aufweisen, darf die Bank für die Steuer auch den Dispokredit nutzen. Anleger können dem widersprechen, müssen dann aber eine Steuererklärung machen.

Freistellungsauftrag erteilen

Einzige Möglichkeit zu verhindern, dass Steuern vom Girokonto oder dem Verrechnungskonto eingezogen werden: Sparer müssen ihrer Depotbank einen Freistellungsauftrag erteilen. Denn Gewinne bis zu einem Betrag von 801 Euro (1.602 Euro bei Ehepaaren) sind steuerfrei.

Weitere Informationen

  • www.test.de
    Fragen und Antworten zur Fondssteuer auf der Internetseite der Stiftung Warentest

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 Deutsche Presseagentur – Themendienst