Gesundheit / 08.10.2021

Stiko: Impfschutz bei Johnson & Johnson „ungenügend“

Offenbar ist der Johnson & Johnson-Impfstoff gegen die Delta-Variante nur wenig wirksam. Die Stiko empfiehlt eine zusätzliche mRNA-Impfung.

Stiko: Impfschutz bei Johnson & Johnson „ungenügend“. – Impfspritze mit Corona-Virus im Hintergrund.

Berlin (dpa). Wer mit dem Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson geimpft wurde, sollte laut der Ständigen Impfkommission (Stiko) eine zusätzliche mRNA-Impfstoffdosis für einen besseren Schutz erhalten. Dies könne ab vier Wochen nach der Johnson & Johnson-Impfung erfolgen, teilte das Expertengremium am Donnerstag mit.

Delta-Schutz „vergleichsweise gering“

Zur Begründung verwies die Stiko auf sogenannte Impfdurchbrüche: Im Verhältnis zur Zahl der verabreichten Dosen würden in Deutschland die meisten dieser Ansteckungen bei Geimpften mit Johnson & Johnson verzeichnet. Die Wirksamkeit gegen die hierzulande vorherrschende Delta-Variante sei im Unterschied zu den anderen Corona-Impfstoffen vergleichsweise gering, hieß es. Die Stiko spricht letztlich von ungenügendem Impfschutz.

Es handelt sich noch nicht um eine endgültige Stiko-Empfehlung. Ein entsprechender Beschlussentwurf sei in die Abstimmung mit Fachkreisen und Bundesländern gegangen, hieß es. Änderungen seien daher noch möglich.

Autor

 Deutsche Presseagentur