Finanzen / 24.11.2017

Straßensanierung von Steuer absetzen?

Können Anlieger die Kosten für kommunale Straßensanierung von der Steuer absetzen? – Der Bundesfinanzhof muss entscheiden

Berlin (dpa/tmn). Kommunen beteiligen Anlieger häufig an den Kosten für den Ausbau oder die Sanierung von Straßen. Das Finanzamt erkennt diese Ausgaben in der Regel nicht steuermindernd an. Auch Gerichte beantworten die Frage unterschiedlich, ob es sich hierbei um Handwerkerleistungen handelt, erklärt der Bund der Steuerzahler.

Finanzgerichte uneinig

So bewertete das Finanzgericht Nürnberg die Kosten für eine Straßensanierung als absetzbare Handwerkerleistung (Aktenzeichen: 7 K 1356/14).

Das Finanzgericht Berlin-Brandenburg wies hingegen die Klage von Eigentümern ab, die die Kosten für den Ausbau einer Straße vor ihrem Haus steuerlich geltend machen wollten. Den Richtern fehlte der räumliche Zusammenhang zum Haushalt (Akrenzeichen: 3 K 3130/17).

Die endgültige Entscheidung wird nun der Bundesfinanzhof (BFH) in München fällen. Dort ist eine vom Steuerzahlerbund unterstützte Musterklage anhängig (Aktenzeichen: VI R 50/17).

Ebenfalls betroffene Steuerzahler können sich auf dieses Verfahren berufen. Das Finanzamt muss den Steuerbescheid dann in diesem Punkt offenlassen.

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 Deutsche Presseagentur – Themendienst