Finanzen / 23.11.2018

Studie: Aktien für Mitarbeiter

Nur 1,2 Millionen "Mitarbeiteraktionäre". Lobby fordert höheren steuer- und abgabenfreien Betrag

Frankfurt/Main (dpa) Deutsche Unternehmen bieten ihren Mitarbeitern einer Studie zufolge vergleichsweise selten Aktienbeteiligungen an. "Unser Ziel ist es, Mitarbeiteraktien aus dem Nischendasein, das sie in Deutschland führen, herauszuholen", sagte die Chefin des Deutschen Aktieninstituts (DAI), Christine Bortenlänger, in Frankfurt.

Freibetrag auf 1.000 Euro erhöhen

Um die Attraktivität der Programme zu erhöhen, sei eine bessere Förderung notwendig. "Der steuer- und abgabenfreie Betrag von derzeit 360 Euro muss dringend auf 1.000 Euro pro Jahr erhöht werden", sagte Michael Kramarsch vom Beratungsunternehmen hkp-Group. "Bei geringen Freibeträgen frisst ansonsten die Steuer dieses Arbeitgebergeschenk auf."

Den Angaben zufolge bieten knapp ein Drittel der börsennotierten Unternehmen in Deutschland ihren Beschäftigten ein Aktienprogramm an. Das liege weit unter dem internationalen Durchschnitt von 70 Prozent. Insgesamt gibt es laut hkp-Group aktuell etwa 1,2 Millionen Mitarbeiteraktionäre in Deutschland.

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 Deutsche Presseagentur