Soziales / 21.04.2022

Studie: Familien mit niedrigem Einkommen leiden besonders unter der Inflation

Wenn die Preise für Waren des Grundbedarfs steigen, bekommen das vor allem finanziell schwächer gestellte Familien zu spüren.

Studie: Familien mit niedrigem Einkommen leiden besonders unter der Inflation. – Junge Mutter am Küchentisch mit Baby, Vater im Hintergrund isst Müsli im Stehen.

Düsseldorf (dpa). Familien mit niedrigem Einkommen leiden zurzeit am meisten unter der Inflation. Während die Warenkörbe für die deutschen Haushalte im März im Schnitt 7,3 Prozent teurer waren als vor einem Jahr, mussten Familien mit niedrigen Einkommen 7,9 Prozent mehr bezahlen als im März 2021. Zu diesem Ergebnis kommt das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung in seinem am Mittwoch veröffentlichten Inflationsmonitor.

Preissteigerungen beim Grundbedarf belasten vor allem ärmere Haushalte

Gas, Strom, Heizöl und Nahrungsmittel sind laut IMK momentan die stärksten Preistreiber. Diese Waren des Grundbedarfs würden bei den Ausgaben ärmerer Haushalte sehr stark ins Gewicht fallen. Dagegen machten sie bei Haushalten mit hohem Einkommen einen kleineren Anteil des Warenkorbs aus. So hätten Singles mit hohem Einkommen mit lediglich 6,0 Prozent derzeit die geringste Inflationsbelastung. Auch für Alleinlebende mit niedrigen, höheren und mittleren Einkommen lagen die Raten mit 6,7 bis 7,0 Prozent im März etwas unterhalb der allgemeinen Preissteigerung.

Der Großteil der Belastungen stehe den Haushalten in diesem Jahr noch bevor, berichtete das IMK. Die Nahrungsmittelpreise auf den Weltmärkten seien zuletzt noch weiter gestiegen. Zudem seien noch nicht alle Preissteigerungen von Haushaltsenergie im Großhandel an die Privathaushalte weitergegeben worden.

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 Deutsche Presseagentur