Soziales / 03.09.2019

Studie: Geringqualifizierte oft Niedriglöhner

Im Vergleich zu anderen europäischen Staaten arbeiten Geringqualifizierte in Deutschland deutlich häufiger im Niedriglohnsektor.

Bild zum Thema Studie: Geringqualifizierte oft Niedriglöhner. – Frau in einem Lager packt einen Karton.

Gütersloh (dpa). In Deutschland arbeiten Beschäftigte mit geringen Qualifikationen deutlich häufiger im Niedriglohnsektor als in anderen europäischen Staaten. Während in Deutschland jeder zweite Geringqualifizierte einen Job mit niedrigem Lohn habe, sei es in Großbritannien nur jeder Dritte, heißt es in einer Studie für die Bertelsmann-Stiftung. Noch niedriger sei der Anteil der Niedriglöhner an den Geringqualifizierten in Frankreich mit 18 Prozent und in Schweden mit nur 5 Prozent. Zuvor hatte „Der Spiegel“ (Samstag) darüber berichtet.

Starke Zunahme von Zeitarbeit und befristeten Jobs

Die Studie führt den hohen Anteil der Niedriglöhner in Deutschland unter anderem auf eine starke Zunahme von Zeitarbeit und befristeten Jobs sowie geringfügiger Beschäftigung zurück. In Großbritannien und Frankreich sorgten dagegen höhere Mindestlöhne für weniger Geringverdiener. Schweden setze erfolgreich auf eine intensive Weiterbildung von Geringqualifizierten.

Weitere Informationen

www.bertelsmann-stiftung.de
Zusammenfassung der Studie (PDF)

Autor

 Deutsche Presseagentur