Soziales / 21.12.2017

Studie: Ost- und Westdeutsche arbeiten gleich viel

Berücksichtigt man Pendlerströme und Arbeitszeiten, ist die Arbeitsleistung in den alten und neuen Bundesländern vergleichbar.

Halle (dpa). Ostdeutsche arbeiten laut einer neuen Studie genauso viel wie Westdeutsche. Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung in Halle (IWH) verglichen nicht nur den Anteil der Erwerbstätigen im Osten und Westen, wie das Institut am Mittwoch mitteilte. Sie betrachteten auch Pendlerströme und Arbeitsdauer.

Der Studie zufolge haben im Jahr 2016 in Ostdeutschland 75 Prozent der erwerbsfähigen Menschen gearbeitet. Im Westen waren es den Angaben zufolge 81 Prozent.

Ein Teil dieser 81 Prozent sind laut IWH allerdings Pendler, die in Ostdeutschland leben und in den alten Bundesländern arbeiten. Zudem arbeiteten die Beschäftigten im Osten durchschnittlich 4,8 Prozent länger als im Westen. Diese beiden Faktoren bezogen die Wissenschaftler in ihre Berechnungen mit ein.

Dabei kamen sie zu dem Ergebnis, dass die Arbeitsleistungen der Ost- und Westdeutschen gleich hoch seien, so das IWH.

Allerdings lasse dieser rechnerische Blickwinkel keine Aussagen zu qualitativen Merkmalen wie Verdienst oder Arbeitsbedingungen zu, hieß es. Zudem gebe es große regionale Unterschiede.

Autor

 Deutsche Presseagentur