Soziales / 26.08.2019

Studie über Lebensverhältnisse in deutschen Regionen

„Teilhabeatlas Deutschland“ in Berlin vorgestellt. Gesellschaftliche Teilhabe hängt demnach zu einem guten Teil vom Wohnort ab.

Bild zum Thema Studie über Lebensverhältnisse in deutschen Regionen: Hand berührt Umrisskarte der Bundesrepublik Deutschland auf Glas.

Berlin (dpa). Deutschland ist nach einer neuen Studie weit von gleichwertigen Lebensverhältnissen in seinen verschiedenen Regionen entfernt. Das geht aus dem „Teilhabeatlas Deutschland“ des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung hervor, der am Donnerstag in Berlin vorgestellt wurde. Wie gut Menschen am gesellschaftlichen Leben teilhaben könnten, hänge zu einem guten Teil von ihrem Wohnort ab, sagte Direktor Reiner Klingholz.

Ostdeutschland immer noch abgehängt?

Besonders gut seien diese Chancen in Baden-Württemberg, in Teilen Bayerns und im südlichen Hessen. Besonders schlecht stünden auch 30 Jahre nach dem Mauerfall viele ostdeutsche Regionen da. Dieses Schicksal teilten sie inzwischen aber mit vielen Ruhrgebietsstädten und Teilen von Rheinland-Pfalz, dem Saarland, Niedersachsen und Schleswig Holstein.

Kriterien für gesellschaftliche Teilhabe

Für ihre Analyse haben die Autoren Teilhabe an statistischen Kriterien wie der Quote von Sozialleistungsempfängern, der Höhe der Einkommen, der kommunalen Steuerkraft, der Verfügbarkeit schnellen Internets, der Quote der Schulabbrecher und der Infrastruktur samt Schulen, Ärzten und Nahverkehr gemessen. Im Ergebnis verteilen sich auf die Bundesrepublik jeweils drei städtische und ländliche Gruppen – von reich bis abgehängt.

Weitere Informationen

www.berlin-institut.org
Teilhabeatlas Deutschland

Autor

 Deutsche Presseagentur