Finanzen / 10.01.2019

Studie: Umsatzeinbußen durch Schwarzarbeit

Durch Schwarzarbeit gehen den deutschen Unternehmen nach den Ergebnissen einer Studie jährlich Umsätze von rund 300 Milliarden Euro verloren.

Baustellle Hausbau – Bildnachweis: istockphoto.com © Frizzantine

Köln (dpa). Von den Umsatzeinbußen durch Schwarzarbeit am stärksten betroffen sei die Bauwirtschaft, heißt es in der am Dienstag in Köln vorgelegten Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft, für die im November 2018 mehr als 800 Unternehmen befragt worden waren. Etwa jedes zehnte Unternehmen aus der Baubranche schätze den durch Schwarzarbeit entstandenen Umsatzverlust sogar auf bis zu 30 Prozent ein, hieß es.

Schattenwirtschaft in Deutschland vergleichsweise gering

Insgesamt gehen die Forscher jedoch von einer Umsatzeinbuße von rund 4,7 Prozent aus. Damit nehme die Schattenwirtschaft in Deutschland im Vergleich zu vielen anderen Industriestaaten noch vergleichsweise wenig Raum ein. Knapp die Hälfte der Unternehmen habe bei der Befragung sogar angegeben, gar nicht unter Schwarzarbeit zu leiden.

Unter der illegalen Konkurrenz leiden nach eigner Einschätzung vor allem Klein- und Mittelständler. Die bei der repräsentativen Befragung ermittelten Ergebnisse beruhen dabei jedoch lediglich auf Schätzungen.

Autor

 Deutsche Presseagentur