Soziales / 04.09.2018

Teilzeitquote geht zurück

IAB: Erstmals seit Jahren sind mehr Voll- als Teilzeitjobs entstanden

Bad Homburg (kma). Die Teilzeitquote auf dem deutschen Arbeitsmarkt geht seit Jahren erstmals zurück. Zwar nehmen Teilzeitjobs immer noch deutlich zu, ihre Wachstumsrate ist im zweiten Quartal 2018 aber von der der Vollzeitjobs überholt worden. Das zeigen die Ergebnisse der IAB-Arbeitszeitrechnung für das zweite Quartal 2018. Während die sozialversicherungspflichtige Teilzeit kräftig weiterwachse, sinke außerdem die Zahl der Minijobs.

Maßgeblich für den Rückgang der Teilzeitquote sei vor allem die Entwicklung in Wirtschaftszweigen wie Verkehr und Lagerei oder Erbringung von wirtschaftlichen Dienstleistungen, wozu unter anderem Zeitarbeit und Wachdienste gehören, erklärte Enzo Weber, Leiter des Forschungsbereichs Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen beim IAB.

1,8 Prozent mehr Vollzeitbeschäftigte

Die Zahl der Teilzeitbeschäftigten stieg laut IAB im zweiten Quartal 2018 gegenüber dem Vorjahresquartal um 1,5 Prozent, die der Vollzeitbeschäftigten um 1,8 Prozent. Daher lag die Teilzeitquote mit 39,2 Prozent leicht unter dem Stand des Vorjahres (-0,1 Prozentpunkte).

Die Erwerbstätigkeit insgesamt nahm im zweiten Quartal 2018 gegenüber dem Vorjahresquartal um 1,4 Prozent zu und lag bei 44,8 Millionen Personen. Die durchschnittliche Arbeitszeit pro Erwerbstätigem betrug im zweiten Quartal 326,5 Stunden. Gegenüber dem Vorjahresquartal ist sie um 1,4 Prozent gestiegen.

Teiltzeitbeschäftigte arbeiten etwas mehr

Die durchschnittliche vereinbarte Wochenarbeitszeit ist mit gut 30 Stunden gegenüber dem Vorjahresquartal leicht gestiegen. Bei den Vollzeitbeschäftigten ist die tarifliche oder betriebsübliche Wochenarbeitszeit gleich geblieben, während bei Teilzeitbeschäftigten ein Anstieg um 0,1 Prozent zu verzeichnen ist. Vollzeitbeschäftigte arbeiteten im Durchschnitt rund 38 Stunden, Teilzeitbeschäftigte rund 17 Stunden.

Weitere Informationen

www.iab.de

Internetseite des Institutes für Arbeitsmarkt und Berufsforschung

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Autor

Katja Mathes