Gesundheit / 05.02.2018

Therapieanspruch nach Übergriff

Arbeitnehmer haben nach einem Unfall oder Übergriff eventuell Anspruch auf eine Therapie

München (dpa/tmn). Schwere Arbeitsunfälle können Berufstätige auch psychisch belasten. Gleiches gilt für Drohungen, Aggressionen oder Übergriffe, denen zum Beispiel Zugbegleiter, Krankenpfleger oder Verkäufer ausgesetzt sein können.

In solchen Fällen haben Arbeitnehmer eventuell Anspruch auf eine psychotherapeutische Behandlung, erklärt die Deutsche Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin (DGAUM) – und zwar nicht nur die direkt Betroffenen. Denn auch die Zeugen eines schweren oder gar tödlichen Arbeitsunfalls können traumatisiert sein.

Organisation läuft über die Gesetzliche Unfallversicherung

Bezahlung und Organisation der Behandlung laufen dann über die Träger der Gesetzlichen Unfallversicherung. Damit das klappt, müssen Unfälle, Übergriffe und andere Vorfälle umfassend dokumentiert werden.

Das gilt auch für scheinbare Bagatellen oder Alltäglichkeiten – wenn Kunden zum Beispiel ausfällig werden. Denn oft entwickeln Betroffene psychische Symptome als Folge solcher Ereignisse erst deutlich später.

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 Deutsche Presseagentur – Themendienst