Gesundheit / 26.09.2017

Trend zum Nichtrauchen setzt sich fort

Junge Menschen rauchen immer seltener Zigaretten. Im Trend liegen aber E-Zigaretten udn Wasserpfeifen.

Offenbach (kjs/BZgA). Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat kürzlich neue Erhebungsdaten zum Rauchverhalten Jugendlicher und junger Erwachsener in Deutschland vorgestellt. Die aktuellen Studiendaten zeigen eine insgesamt positive Entwicklung beim Nichtraucherverhalten junger Menschen. So ist die Raucherquote bei Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren seit 2001 von 27,5 Prozent auf 7,4 Prozent im Jahr 2016 gesunken.

Auch bei den 18- bis 25-Jährigen ist die Zahl der Rauchenden mit 26,1 Prozent im Jahr 2016 deutlich niedriger als in der Vergangenheit. Im Jahr 2008 rauchten noch 43,1 Prozent der jungen Erwachsenen.

Trend zu E-Zigaretten

Die neuen Daten der BZgA belegen einen historischen Tiefstand der Anzahl rauchender Jugendlicher. 80,9 Prozent der 12- bis 17-Jährigen haben noch nie in ihrem Leben geraucht. Das ist der höchste Wert jugendlicher Nie-Raucher seit der ersten BZgA-Studie in den 1970er-Jahren. Auch bei den 18- bis 25-Jährigen erreicht die Nie-Raucherquote im Jahr 2016 mit 40,4 Prozent einen Höchststand.

Die BZgA-Daten zeigen allerdings auch, dass insbesondere bei den 18- bis 25-Jährigen Anstiege im Konsum von Wasserpfeife und E-Zigarette zu verzeichnen sind. So haben 18,1 Prozent der 18- bis 25-Jährigen in den vergangenen 30 Tagen Wasserpfeife geraucht. Im Jahr 2008 waren es noch 7,8 Prozent. Aktuell geben 5,5 Prozent der jungen Erwachsenen an, innerhalb der letzten 30 Tage vor der Befragung E-Zigaretten konsumiert zu haben, im Vergleich zu 3,9 Prozent im Jahr 2012.

Für die wissenschaftliche Erhebung der BZgA zum Rauchverhalten junger Menschen wurden im Zeitraum von März bis Juni 2016 bundesweit 7.003 Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 12 bis 25 Jahren befragt.

Autor

Karl-Josef Steden