Rente / 17.01.2022

Überzahlte Rente ist kein Nachlass

Hat die Rentenversicherung in den Tagen nach dem Tod eines Versicherten bereits dessen nächste Monatsrente überwiesen, wird sie zurückgebucht.

Bild zum Beitrag "Überzahlte Rente ist kein Nachlass".

Bad Homburg (drv). Zwischen dem Tod eines Rentners und der Kenntnis des Rentenversicherungsträgers hiervon kann es passieren, dass bereits die Rente für den Folgemonat auf das Bankkonto des verstorbenen Rentners überwiesen wurde. Dieser zu viel gezahlte Betrag gehört nicht zum Nachlass und kann daher nicht von den Erben, zum Beispiel zur Bezahlung der Beerdigungskosten, verwendet werden. Der Betrag wird vom Rentenversicherungsträger schnellstmöglich zurückgebucht.

War der Rentner allerdings verheiratet, steht der Witwe oder dem Witwer in der Regel eine Hinterbliebenenrente zu. In diesen Fällen wird der überzahlte Betrag meist mit der anstehenden Zahlung der Hinterbliebenenrente verrechnet. Hierzu sollten Witwen und Witwer nach Erhalt der Sterbeurkunde zunächst das sogenannte Sterbevierteljahr beantragen. Die Rente wird daraufhin für drei Monate weitergezahlt, sodass genügend Zeit bleibt, um den Antrag auf Hinterbliebenenrente zu stellen.

Autor

 Deutsche Rentenversicherung