Rente / 29.09.2020

Überzahlte Rente ist kein Nachlass

Wenn für einen gerade verstorbenen Rentner bereits die Rente für den Folgemonat überwiesen wurde, bucht die Rentenversicherung sie zurück.

Bild zum Beitrag "Überzahlte Rente ist kein Nachlass". Das Bild zeigt die Hände eines älteren Mannes, der Geldscheine in den Händen hält.

Berlin (drv). Zwischen dem Tod eines Rentners und der Kenntnis des Rentenversicherungsträgers hiervon kann es passieren, dass bereits die Rente für den Folgemonat auf das Bankkonto des verstorbenen Rentners überwiesen wurde. Dieser zu viel gezahlte Betrag gehört nicht zum Nachlass und kann daher nicht von den Erben, z. B. zur Bezahlung der Beerdigungskosten, verwendet werden. Der Betrag wird vom Rentenversicherungsträger schnellstmöglich zurückgebucht.

War der Rentner allerdings verheiratet, steht der Witwe oder dem Witwer in der Regel eine Hinterbliebenenrente zu. In diesen Fällen wird der überzahlte Betrag meist mit der anstehenden Zahlung der Hinterbliebenenrente verrechnet. Hierzu sollten Witwen und Witwer nach Erhalt der Sterbeurkunde zunächst das sogenannte Sterbevierteljahr beantragen. Die Rente wird daraufhin für drei Monate weitergezahlt, sodass genügend Zeit bleibt, um den Antrag auf Hinterbliebenenrente zu stellen.

Mehr zum Thema:

www.deutsche-rentenversicherung.de

Broschüre der Deutschen Rentenversicherung zu Hinterbliebenenrenten

Autor

 Deutsche Rentenversicherung