Soziales / 07.06.2019

Unfallversicherung schützt Pflegende

Allerdings müssen einige Bedingungen erfüllt sein und Betroffene sich beim Durchgangsarzt melden.

Bild zum Thema Unfallversicherung schützt Pflegende: Frau sitzt vor ihrem Mann, der im Rollstuhl sitzt

Eine Frau kniet vor einem Mann im Rollstuhl, hält ihm die Hände und unterhält sich mit ihm.

Baierbrunn (dpa/tmn). Angehörigenpflege ist nicht nur seelisch, sondern auch körperlich anstrengend. Ein Unglück ist daher schnell passiert. Unter Umständen können sich pflegende Angehörige dann an die gesetzliche Unfallversicherung wenden, schreibt die Zeitschrift „Senioren Ratgeber“ (Ausgabe 6/2019). Dafür müssen allerdings gewisse Voraussetzungen erfüllt sein.

Voraussetzungen für den Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung

So gibt es den Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung zum Beispiel nur für Personen, die nicht erwerbsmäßig pflegen. Der Angehörige darf nicht in einem Heim leben und muss mindestens Pflegegrad 2 haben. Außerdem muss die Pflege mindestens zehn Stunden in der Woche beanspruchen. Wer mehrere Menschen pflegt, zwei Elternteile etwa, kann die Pflegezeiten zusammenrechnen.

Und schließlich muss der Unfall bei einer Tätigkeit passiert sein, die im Pflegegutachten aufgeführt ist. Ist das nicht der Fall, greift der Versicherungsschutz nur bei Hilfe in einem Notfall oder wenn bei der An- beziehungsweise Abfahrt ein Unglück passiert ist.

Unfall innerhalb von drei Tagen melden

Sind diese Voraussetzungen erfüllt, sollten sich Betroffene beim Durchgangsarzt behandeln lassen und ihn informieren, dass der Unfall bei der Pflege passiert ist. Der Vorfall muss innerhalb von drei Tagen gemeldet werden.

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 Deutsche Presseagentur – Themendienst