Gesundheit / 12.12.2018

Unnötige Gesundheitsrisiken beim Essen in Kliniken und Heimen

Rohe Wurst, Rotschmierekäse und ungekochter Fisch können kranken oder alten Menschen mit geschwächtem Immunsystem schaden.

Alte Dame geht einen Flur entlang und betrachtet Bilder an der der Wand. – Bild: wdv.de © Jan Lauer

Berlin (dpa). Viele Kliniken sowie Alten- und Pflegeheime setzen Patienten und Bewohner mit ihrer Essensverpflegung unnötigen Gesundheitsrisiken aus. Zu diesem Ergebnis kommt das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) nach 1880 bundesweiten Krankenhaus- und Heimkontrollen im Jahr 2017.

Lebensmittel mit erhöhtem Keimrisiko gehören nicht auf den Speiseplan

So fanden sich in den Menüs der Essensversorger zum Beispiel Mettwurst, Harzer und Limburger Käse sowie Räucherfisch, teilte das BVL am Donnerstag in Berlin mit. Rohe Wurst, Rotschmierekäse und ungekochter Fisch könnten leichter mit Keimen belastet sein, die kranken oder alten Menschen mit geschwächtem Immunsystem schaden können.

Nur zehn Prozent der kontrollierten Einrichtungen achten auf Risiko-Lebensmittel

Nur jedes zehnte kontrollierte Krankenhaus oder Heim habe bei der Essensversorgung bewusst auf solche Risiko-Lebensmittel verzichtet, heißt es im Jahresbericht zur Lebensmittelüberwachung. Mehr als die Hälfte (55 Prozent) kannte noch nicht einmal die Empfehlungen für Speisepläne, die es seit 2011 zum Schutz empfindlicher Personengruppen gibt.

„Es ist erschreckend, dass in so vielen Einrichtungen, in denen man gesund werden soll, das Risiko besteht, am Essen zu erkranken“, sagte BVL-Präsident Helmut Tschiersky.

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 Deutsche Presseagentur