Rente / 08.08.2019

VdK startet neue Initiative für Grundrente

Sozialverbands-Präsidentin Bentele: Debatte über das Wie und eine Bedürftigkeitsprüfung muss beendet werden.

Bild zum Beitrag "VdK startet neue Initiative für Grundrente". Das Bild zeigt die bettelnde Hand eines Mannes.

Osnabrück (ots). Der Ruf nach einer schnellen Einführung der Grundrente wird immer lauter und drängender. Die Debatten über das Wie der Grundrente und eine Bedürftigkeitsprüfung müssten endlich beendet werden, forderte VdK-Präsidentin Verena Bentele in der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Sie betonte: "Altersarmut ist mittlerweile bittere Realität in Deutschland." In Bayern startete der Sozialverband VdK am gestrigen Mittwoch eine neue Initiative für die Grundrente unter dem Motto "Armut - und kein Ende in Sicht".

Aus Sicht von Bentele besteht dringend Handlungsbedarf: "Es wird leider zur Normalität, dass Senioren Pfandflaschen sammeln oder Regale im Supermarkt auffüllen, um ihre schmale Rentenkasse aufzufüllen, oder bei der Tafel für Lebensmitteln anstehen." Auch die steigende Zahl der älteren überschuldeten Menschen sei ein Beleg dafür, dass immer mehr Rentnerinnen und Rentner nicht mit ihren Einkünften über die Runden kommen.

Um die Zahl armutsgefährdeter Senioren zu senken, fordert der VdK die schnelle Einführung der geplanten Grundrente. Bentele: "Ob Altenpflegerin, Frisörin, Kellner, Kassierer oder Paketzusteller: Diese Menschen haben jahrzehntelang geackert und malocht. Dennoch müssen sie im Alter allzu oft aufs Sozialamt gehen, da ihre Rente nicht zum Leben reicht. In unserem Sozialstaat ist das nicht akzeptabel." Die VdK-Präsidentin wandte sich zugleich gegen Forderungen aus der Union: "Wer eine Bedürftigkeitsprüfung fordert, hat keinen Respekt vor der Lebensleistung der Menschen, die ein Leben lang gearbeitet, Kinder erzogen und Angehörige gepflegt haben."

Mehr zum Thema:

www.vdk.de

Informationen über die VdK-Kampagne zur Grundrente

www.ihre-vorsorge.de

Pro und Contra Grundrente: Jeweils zehn Thesen von Dr. Tim Köhler-Rama und Prof. Dr. Franz Ruland