Soziales / 02.02.2021

Versteckte Botschaft: Jobwechsel im Lebenslauf nicht begründen

Jeden Jobwechsel im Lebenslauf zu erklären, macht einen unsicheren Eindruck, meint ein Karrierecoach. Weniger ist hier mehr.

Versteckte Botschaft: Jobwechsel im Lebenslauf nicht begründen. – Junger Mann stellt am Schreibtisch Bewerbungsunterlagen zusammen.

Hamburg/Köln (dpa/tmn). In der Regel bemühen sich Bewerberinnen und Bewerber, ihren Lebenslauf sachlich, lückenlos und korrekt zu gestalten. Personaler können aber aus manchen Informationen mehr herauslesen als auf den ersten Blick ersichtlich. Wichtig ist darauf zu achten, welches Bild man einem Arbeitgeber vermitteln möchten, rät der Karrierecoach Bern Slaghuis in einem Experten-Beitrag auf Xing.

Wer zuviel erklärt, macht sich klein

Einige Bewerberinnen und Bewerber hätten zum Beispiel die Tendenz, jeden Jobwechsel im Lebenslauf zu begründen. Mit Angaben wie „Insolvenz des Arbeitgebers“, „Eigenkündigung in der Probezeit“ oder „Schließung des Werks“ möchten sie die Wechsel plausibel und nachvollziehbar erscheinen lassen.

Das führt laut Slaghuis aber eher dazu, dass man sich unnötig klein macht. Wer so vorgeht, vermittelt dem Arbeitgeber unter Umständen den Eindruck, dass er oder sie selbst ein Problem mit häufigen Jobwechseln hat.

Auf Begründungen im Lebenslauf verzichten

Einen potenziellen Arbeitgeber gehen die Hintergründe zu verschiedenen beruflichen Entscheidungen aber erstmal gar nichts an, findet der Coach. Sie würden ja selbst auch nicht begründen, warum gerade eine Stelle freigeworden ist.

Bewerberinnen und Bewerber können im Lebenslauf also auf eine Begründung für Stellenwechsel ganz einfach verzichten, schreibt Slaghuis in dem Beitrag. Vielmehr sollte man darauf vertrauen, dass es in einem persönlichen Gespräch genügend Zeit geben wird über diverse Entscheidungen zu sprechen.

Autor

 Deutsche Presseagentur – Themendienst