Finanzen / 26.09.2017

VL-Sparen: Zuschuss für die Altersvorsorge

Vermögeswirksame Leistungen können auch in eine Betriebsrente fließen.

Vermögenswirksame Leistungen (VL), das ist zusätzliches Geld vom Arbeitgeber, das der Arbeitnehmer dafür nutzen soll, Vermögen aufzubauen. Gezahlt werden bis zu 40 Euro im Monat. Und der Staat schießt für bestimmte Anlageformen nochmal zusätzlich Geld in Form der Arbeitnehmersparzulage zu, sofern der Sparer nicht mehr als 17.900 Euro (oder 35.800 Euro als Ehepaar) verdient. Bis zu 43 Euro gibt es da pro Jahr vom Staat. Bei Aktienfonds liegt die Einkommensgrenze bei 20.000 Euro. Und die Arbeitgebersparzulage liegt bei 20 Prozent der gesparten Summe, aber bei maximal 80 Euro.

VL-Sparen oft in Tarifverträgen geregelt

Wer einen Bank- oder Fondssparplan hat, spart sechs Jahre lang und lässt seinen Vertrag dann noch ein Jahr ruhen, um an die Arbeitnehmersparzulage zu kommen. Für den Bausparvertrag ist keine bestimmte Laufzeit vorgegeben.

Ob die Firma vermögenswirksame Leistungen zahlt und wie viel, ist im Tarifvertrag, einer Betriebsvereinbarung oder im Arbeitsvertrag geregelt. In vielen Tarifverträgen ist auch festgelegt, dass die VL in eine Altersvorsorge fließen müssen. Ist das nicht festgelegt, können Arbeitnehmer zwischen Bausparen, Fonds-Sparplänen und Banksparplan wählen oder das Geld für die Tilgung eines Kredits verwenden.

Zuschüsse für die Altersvorsorge

Die Vermögenswirksame Leistung des Arbeitsgebers in die betriebliche Altersvorsorge zu stecken, macht vor allem für Arbeitnehmer Sinn, die über der Einkommensgrenze liegen und keinen Anspruch auf Arbeitnehmersparzulage haben. Sie können ihre bestehende betriebliche Altersvorsorge durch die VL aufstocken. An das Geld aus den VL kommen Sparer erst im Rentenalter und nicht wie sonst bei der VL üblich nach sieben Jahren.

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Autor

Katja Mathes