Rente / 07.11.2019

Vorsorgeinformation in zwei bis drei Jahren möglich

Bundesregierung: Die geplante trägerübergreifende Übersicht über erwartete Alterseinkünfte befindet sich noch in der Konzeptphase.

Bild zum Beitrag "Vorsorgeinformation in zwei bis drei Jahren möglich". Das Bild zeigt eine Frau mit Lapotop auf den Knien und einem Taschenrechner auf dem Sofa.

Berlin (sth). Die Bundesregierung hat noch keinen konkreten Zeitplan, ab wann Arbeitnehmer mit einer einheitlichen Information über ihre gesamten Altersvorsorgeansprüche rechnen können. Das geht aus ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion hervor. Der Abschlussbericht eines dazu vom Bundesarbeitsministerium (BMAS) in Auftrag gegebenen Forschungsvorhabens sei zwar im April 2019 veröffentlicht worden, schreibt die Regierung. Darin werde "als ambitioniertes aber realistisches Ziel" der Start einer Pilotphase jedoch erst "innerhalb von zwei bis drei Jahren" für möglich gehalten.

In einem ersten Schritt müssten zunächst "grundlegende Entscheidungen zur Ausgestaltung" der Information getroffen werden, heißt es in dem Regierungsschreiben. Dazu erarbeite die Bundesregierung derzeit ein Grundkonzept. Danach solle eine "Trägerorganisation" bestimmt werden, die die sogenannte säulenübergreifende Altersvorsorgeinformation umsetzt. Vorher müssten jedoch noch die entsprechenden gesetzlichen Grundlagen geschaffen werden, schreibt die Regierung. "Ein konkreter Zeitplan für die Umsetzung weiterer Schritte liegt derzeit noch nicht vor." 

Als Grund dafür, warum sich die Umsetzung der seit mehr als 15 Jahren geplanten Übersicht über alle Anwartschaften auf gesetzliche Rente und zusätzliche Altersvorsorge so lange hinzieht, nennt das Regierungsschreiben eine "Vielzahl von Fragen", die zuvor zu klären seien. So müssten sich die Nutzerinnen und Nutzer bei der für die Vorsorgeinformation vorgesehenen digitalen Plattform "sicher einloggen und authentifizieren können". Zudem müsse festgelegt werden, "anhand welcher Merkmale die Nutzenden bei ihren jeweiligen Versorgungsträgern sicher und eindeutig identifiziert werden können", heißt es in der Regierungsantwort.

Mehr zum Thema:

http://dip21.bundestag.de

Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der AfD-Fraktion zur trägerübergreifenden Vorsorgeinformation (im pdf-Format)

https://gvg.org

Studie der Gesellschaft für Versicherungswissenschaft und -gestaltung zur trägerübergreifenden Vorsorgeinformation (im pdf-Format)

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Autor

Stefan Thissen