Rente / 10.01.2022

Wechsel an der Führungsspitze der DRV Rheinland

Holger Baumann tritt im Frühjahr die Nachfolge von Heinz Krumnack an. Dirk Mentzner rückt neu in die Geschäftsführung auf.

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Holger Baumann, designierter Geschäftsführer der DRV Rheinland

Düsseldorf (drv/sth). Die Vertreterversammlung der Deutschen Rentenversicherung Rheinland hat in ihrer Wintersitzung Ende vergangenen Jahres zwei wichtige Personalentscheidungen getroffen: Für den im Frühjahr in den Ruhestand tretenden Heinz Krumnack wählte das Parlament der Selbstverwaltung den Juristen Holger Baumann zum Vorsitzenden der Geschäftsführung. Der 56-Jährige ist bereits seit dem Jahr 2006 Mitglied der Geschäftsführung des Düsseldorfer Rentenversicherers.

Neu in die Geschäftsführung wurde der Diplom-Kaufmann Dirk Mentzner gewählt. Der 56-Jährige ist in Minden geboren und studierte Betriebswirtschaftslehre an der Universität Osnabrück. Er bringt langjährige Erfahrung in der Kaufmännischen Leitung und dem Controlling von Anschlussheilbehandlungs- und Rehaeinrichtungen mit. Zuletzt war er als Kaufmännischer Leiter eines Unternehmens zur Förderung des Tourismus und des Gesundheitswesens in Bayern tätig. Zur dreiköpfigen Geschäftsführung der Deutschen Rentenversicherung Rheinland gehört außerdem die Juristin Karen Perk.

Offene Fragen bei Regierungsplänen zur Kapitaldeckung in der Rente

Bei der Frage der von der Bundesregierung geplanten Einführung einer teilweisen Kapitaldeckung in der gesetzlichen Rente sind aus Sicht der DRV Rheinland noch viele Fragen offen. So sei „unklar”, ab welchem Zeitpunkt der von den Ampel-Parteien vorgesehene Kapitalstock von zehn Milliarden Euro zur Stabilisierung von Rentenniveau, Beitragssatz und Renteneintrittsalter eingesetzt werden solle. Unklar sei zudem, wer den Kapitalfonds verwalten solle. „Im Hinblick auf die Zielrichtung der zusätzlichen Gelder kann aus meiner Sicht nur eine Verwaltung der zusätzlichen Mittel durch die Rentenversicherung selbst in Betracht kommen”, erklärte der alternierende Vorstandsvorsitzende der DRV Rheinland, Rolf Zimmermanns.

Der Vertreter der Arbeitgeberseite beim rheinischen Rentenversicherer begründete seine Forderung damit, die DRV-Träger hätten „über Jahrzehnte eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass sie mit dem ihnen anvertrauten Geld gut und verantwortungsvoll umgehen”. Beispielhaft verwies Zimmermanns in diesem Zusammenhang auf das von der DRV Rheinland und der DRV Westfalen unter dem Namen „Rücklagen für die Versorgungsaufwendungen der DRV Rheinland und der DRV Westfalen” verwaltete gemeinsame Sondervermögen, mit dem die beiden Rentenversicherer ihre künftigen Versorgungsausgaben absichern. „Sofern der zusätzliche Kapitalstock tatsächlich zur langfristigen Stabilisierung von Rentenniveau und Beitragssatz beitragen soll, können die von den Koalitionsparteien beschlossenen 10 Milliarden Euro nur als ein ,erster Schritt' angesehen werden”, bekräftigte Zimmermanns.

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 Deutsche Rentenversicherung