Gesundheit / 01.06.2021

Weiter warten auf den Curevac-Impfstoff

Wann kann der Impfstoff aus Tübingen verimpft werden? Wohl später als erhofft, denn es gibt Probleme.

Weiter warten auf den Curevac-Impfstoff. – Qualitätskontrolle für Impfstoffe, Labormedizin.

Bad Homburg (iv). Der Corona-Impfstoff des Tübinger Herstellers Curevac kommt womöglich noch später als geplant. Die Auslieferung könnte sich um einige Wochen verzögern, wie mehrere Medien berichten.

Derzeit befindet sich der Impfstoff in der letzten Phase der klinischen Studien. Allerdings haben die Forscher offenbar Mühe, ausreichend Daten zu sammeln. „Innerhalb der Studie warten wir noch auf eine höhere Anzahl von Covid-19-Infektionen", wie eine Sprecherin gegenüber der Süddeutschen Zeitung erklärte. Mutationen hätten die Komplexität der Studie erhöht. Erschwerend hinzu kommen vermutlich weltweite Produktionsprobleme bedingt durch knappe Rohstoffe und Materialien.

Zulassungsantrag erst nach Abschluss der Studie

Zweifel an der Qualität des Impfstoffs gibt es bislang nicht. Erst vor einigen Tagen hat das Unternehmen eine Zwischenanalyse einer Prüfeinrichtung präsentiert, nach der es keine Sicherheitsbedenken gebe. Dennoch: Der Zulassungsantrag bei der europäischen Arzneimittelagentur EMA kann erst gestellt werden, wenn die Studie abgeschlossen ist. Erfahrungsgemäß vergehen dann noch mehrere Wochen, bis die Genehmigung vorliegt.

Curevac hatte seinen mRNA-Impfstoff mehrfach für das zweite Quartal angekündigt, also bis Ende Juni. Ob das noch möglich sei, wollte die Sprecherin weder dementieren noch bestätigen.

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Autor

Boris Dunkel