Soziales / 13.05.2020

Weniger Minijobs durch Corona-Krise

Schlechte Zeiten für Minijobber: Der Quartalsbericht der Minijob Zentrale verzeichnet einen erheblichen Rückgang bei 450-Euro-Jobs.

Weniger Minijobs durch Corona-Krise. – Weibliche Bedienung schreibt Rechnung an einem Tisch im Cafe.

Bochum (dpa). Die Corona-Krise hat zu einem erheblichen Rückgang bei den Minijobs in Deutschland geführt. Ende März seien im gewerblichen Bereich noch knapp 6,38 Millionen Beschäftigte mit 450-Euro-Jobs in Deutschland gemeldet gewesen, fast 220.000 oder 3,3 Prozent weniger als im selben Monat des Vorjahres, berichtet die Minijob Zentrale am Dienstag in Bochum.

Durch Einbruch im Gastgewerbe fallen viele Minijobs weg

Besonders stark war der Rückgang im Gastgewerbe: Hier verloren 11,1 Prozent der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihren Job. Im Verarbeitenden Gewerbe gab es 6,3 Prozent weniger Minijobber als im März 2019. Nur in der Land- und Forstwirtschaft und im Baugewerbe stieg die Zahl an.

In den Privathaushalten war der Rückgang der geringfügig Beschäftigten sehr viel geringer. 295.424 Haushaltshilfen waren im März gemeldet, 1,6 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Volle Wirkung der Corona-Krise tritt erst ab April ein

Die Minijob-Zentrale rechnet in den kommenden Wochen mit einem weiteren Rückgang bei den Minijobs. „Es muss berücksichtigt werden, dass vermutlich erst im April die volle Wirkung der Corona-Krise eintritt. Da stand alles still“, betonten die Fachleute.

Weitere Informationen

www.kbs.de
Quartalsbericht der Knappschaft Bahn See zu Minijobs

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 Deutsche Presseagentur