Soziales / 23.12.2019

Weniger schwere und tödliche Arbeitsunfälle

Bundesregierung: Die Zahl der meldepflichtigen Unfälle sank gegenüber dem Vorjahr um 0,6 Prozent, die der tödlichen Unfälle um 4,1 Prozent.

Bild zum Thema Weniger schwere und tödliche Arbeitsunfälle: Krankenschwester schient einen gebrochenen Arm.

Berlin (hib/sth). Die Zahl der meldepflichtigen und tödlichen Arbeitsunfälle ist 2018 im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Nach Angaben des jetzt von der Bundesregierung vorgelegten Berichts über Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit wurden im vergangenen Jahr 949.309 und damit 0,6 Prozent weniger meldepflichtige Unfälle gezählt sowie 541 oder 4,1 Prozent weniger tödliche Arbeitsunfälle als 2017.

Höchste Unfallquoten in der Landwirtschaft

Die Unfallquote der meldepflichtigen Arbeitsunfälle je 1.000 Vollarbeiter lag demnach mit 24,2 höher als im Vorjahr. Dies sei allerdings vor allem auf eine veränderte Erfassung der Arbeitsstunden und dadurch der Vollarbeiterzahlen zurückzuführen, so die Regierung. Nach Unfallversicherungsträgern unterschieden, finden sich die höchsten Unfallquoten den Regierungsangaben zufolge in der landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft.

Anstieg bei Berufskrankheiten

Auch die Zahl der Anzeigen auf Verdacht einer Berufskrankheit stieg laut Regierungsbericht um 82.622 oder 3,6 Prozent. Diese Steigerung sei aber teilweise auf die Aufnahme neuer Berufskrankheiten und die Erweiterung bestehender Berufskrankheiten auf weitere anerkennungsfähige Erkrankungen zurückzuführen, so die Regierung. Die größten Anstiege finden sich demnach bei der 2015 neu eingeführten Berufskrankheit Hautkrebs durch UV-Strahlung und bei Lärmschwerhörigkeit.

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Drucksache 19/15935 des Bundestages vom 12.12.2019 (PDF)

Autor

 Deutscher Bundestag, Pressereferat