Gesundheit / 07.05.2018

Wenn nichts mehr geht ...

Immer mehr Krankschreibungen wegen Überlastung und Erschöpfung. Rentenversicherung bietet Hilfe.

Berlin (dpa/mjj). Arbeitnehmer sind zunehmend wegen Überlastung und Erschöpfung krankgeschrieben. Das geht aus der Antwort des Bundesgesundheitsministeriums auf eine Anfrage der Linken im Bundestag hervor, wie die Zeitungen der Funke Mediengruppe (Samstag) berichteten.

Demnach stieg die Zahl der Fehltage von 2012 bis 2016 von 19,97 Millionen auf 30,53 Millionen im Jahr. Besonders stark gestiegen sind demnach die Zahlen bei Belastungs- und Anpassungsstörungen.

2012 fehlten Arbeitnehmer deswegen 10,5 Millionen Tage, 2016 waren es 16,9 Millionen. Für 2017 lagen noch keine Zahlen vor.

Mit Prävention und Reha helfen

Psychosomatische Erkrankungen sind ein wesentlicher Faktor für erhöhte Fehlzeiten und die Beantragung einer Erwerbsminderungsrente.

Die Deutsche Rentenversicherung kann Betroffenen auf zwei Wegen helfen: Im Vorfeld durch Präventionsleistungen, die sich vor allem an Arbeitnehmer richten, die erste gesundheitliche Probleme haben – etwa, wenn sie aufgrund der Pflege von Angehörigen oder wegen persönlicher Krisen belastet sind.

In mehrwöchigen Gesundheitskursen bietet die Deutsche Rentenversicherung zunächst eine Anamnese, dann eine Art Coaching. Kursteilnehmer lernen unter anderem, wie sie Stress begegnen können oder wie sich Sport und Bewegung in den Alltag einbauen lässt. Oft sind es Betriebsärzte, die den Impuls für den Antrag einer Präventionsleistung setzen.

Eine psychosomatische Rehabilitation richtet sich an Arbeitnehmer, die bereits erkrankt sind: Sie erhalten oft von behandelnden Ärzten die Empfehlung für eine Reha. Diese dauert in der Regel fünf Wochen, kann aber bei Bedarf verlängert werden. Je nach Indikation erhalten Patienten Gruppen- und Einzeltherapien, Schulungen und Bewegungsangebote.

Beide Angebote haben die selben Ziele: Menschen dabei zu helfen, langfristig im Job und Alltag leistungsfähig zu bleiben sowie die Lebensqualität zu steigern. 

 

 

Autor

 Deutsche Presseagentur