Finanzen / 15.10.2019

Wertpapierdepots: Online ordern und sparen

Jeder Euro, der für die Ausgaben draufgeht, fließt nicht in den Vermögensaufbau. Anleger sollten Konditionen von Wertpapierdepots vergleichen.

Bild zum Thema: Wertpapierdepots: Online ordern und sparen. Es zeigt ein Meeting zur Finanzauswertung.

Berlin (dpa/tmn). Wer in Wertpapiere investiert, kann bei vielen Geldinstituten schon dann sparen, wenn er Aufträge selbst ausführt. Das hat eine Untersuchung der Zeitschrift "Finanztest" (Ausgabe 11/2019) ergeben.

Die Konditionen für Onlinedepots sind bei 18 der 21 untersuchten bundesweiten oder regionalen Filialbanken günstiger als bei Transaktionen in der Bankfiliale. Immerhin: Zwei Institute erhoben online die gleichen Gebühren, eines bot zudem keine Onlinetransaktionen an.

Vor Ort viermal so teuer

Bei den anderen Instituten aber waren die Sparmöglichkeiten teilweise deutlich. Während eine Bank beispielsweise ein Prozent des Ordersvolumens veranschlagte, wenn die Wertpapierorder in der Filiale aufgegeben wurde – mindestens jedoch 34,90 Euro –, schlug die Onlinetransaktion nur mit 0,25 Prozent und einem Mindestpreis von 9,90 Euro zu Buche. Ein Auftrag im Wert von 10.000 Euro kostet also vor Ort 100 Euro, online lediglich 25 Euro – ein Viertel.

Die Mindestpreise gehören zu den versteckten Kosten, die die Experten der Stiftung Warentest ausmachten. Aber auch die Depotkosten unterschieden sich deutlich.

Während für ein mittelgroßes Depot mit einem Gesamtwert von 50.000 Euro und vier Ordern im Jahr beim preisgünstigsten Online-Anbieter 84 Euro pro Jahr anfielen, waren es bei der teuersten Filialbank mit 886 Euro mehr als das Zehnfache.

Tipp: Depot mit kostenloser Verwaltung

Insgesamt haben nach Angaben der Zeitschrift mehrere Banken seit der vergangenen Untersuchung im Oktober 2018 die Preise erhöht. Ihr Tipp: Wer selten mit Wertpapieren handeln will, sei bei einem Depot mit kostenloser Verwaltung gut aufgehoben.

Wer viele Einzelaktien hält, sollte auch auf Gebühren für die Teilnahme an Hauptversammlungen und die Eintragung von Namensaktien achten, so die "Finanztest". Teuer könne es zudem werden, wenn Gebühren für nicht ausgeführte Limitorder erhoben werden.

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 Deutsche Presseagentur – Themendienst