Rente / 02.12.2021

Wie Sachbezüge 2022 die Rente steigern

Erhalten Arbeitnehmer neben dem Lohn Verpflegung oder eine Unterkunft, ist dies beitragspflichtig – und steigert die Sozialleistungen.

Bild zum Beitrag "Auch Sachbezüge steigern die Rente". Das Bild zeigt eine Hand, die Münzen auf einem Glastisch stapelt.

Bad Homburg (sth). Erhält ein Arbeitnehmer neben seinem regulären Verdienst vom Arbeitgeber Sachbezüge wie Verpflegung oder Unterkunft, so wird der jeweilige Wert hierfür dem Bruttoverdienst des Arbeitnehmers zugeschlagen, der dafür entsprechend höhere Sozialversicherungsbeiträge zahlen muss. Aber auch die daraus resultierenden Ansprüche auf Sozialleistungen steigen – wie zum Beispiel die spätere Rente. Die Einzelheiten dazu sind in der Sozialversicherungsentgeltverordnung geregelt.

Die Vollverpflegung ist im Jahr 2022 pro Monat 270 Euro wert. Wird ein Arbeitnehmer nur teilweise auf Arbeitgeberkosten verköstigt, so entfallen auf das Frühstück monatlich 56 Euro, auf das Mittag- und Abendessen je 107 Euro. Auch die Werte für vom Arbeitgeber finanzierte Kantinenmahlzeiten ergeben sich aus den Verpflegungssätzen. Für das Frühstück wird 1,87 Euro täglich angesetzt, fürs Mittag- und Abendessen je 3,57 Euro.

Stellt der Arbeitgeber seinen Beschäftigten eine Unterkunft zur Verfügung, so beträgt der Sachbezugswert hierfür bei Belegung mit einer erwachsenen Person 2022 monatlich 241 Euro, bei Belegung mit zwei Personen jeweils 144,60 Euro, bei drei Personen je 120,50 Euro. Bei Aufnahme in den  Arbeitgeberhaushalt oder in eine Gemeinschaftsunterkunft betragen die entsprechenden Werte 204,85 Euro (bei einer Person), 108,45 Euro (bei zwei Personen) oder 84,35 Euro (bei drei Personen).

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      Autor

      Stefan Thissen