Gesundheit / 08.05.2018

Wieder mehr Organspendeausweise

Umfrage: Mehr Menschen in Deutschland haben einen Organspendeausweis

Köln (dpa). Der Anteil der Menschen in Deutschland mit einem Organspendeausweis ist auf mehr als ein Drittel angestiegen. Mittlerweile besitzen 36 Prozent der Bevölkerung das Dokument, wie die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) am Montag in Köln unter Berufung auf eine neue Umfrage mitteilte. Bei einer vergleichbaren Befragung im Jahr 2016 hatte der Anteil noch 32 Prozent betragen.

Studie zeigt: die meisten Ausweisinhaber spenden tatsächlich

Wie die Umfrage zudem zeigt, stimmen von denjenigen Bürgern, die für sich eine Entscheidung über die Organspende getroffen haben, ihr die meisten auch zu.

72 Prozent von ihnen willigten in eine Organ- und Gewebespende nach dem Tod ein, etwa 14 Prozent widersprachen ihr. Neun Prozent übertrugen die Entscheidung auf eine andere Person. Fünf Prozent machten eine andere Angabe.

Bei den Zahlen handelt es sich nach Angaben der Bundeszentrale um Vorabdaten aus einer noch nicht veröffentlichten Studie. Für sie wurden von November 2017 bis Februar 2018 rund 4.000 Bürger befragt. Die Vergleichsstudie war Anfang 2016 entstanden.

Zahl der Organspender insgesamt nicht hoch

Hoch ist die Zahl der Organspender in Deutschland allerdings noch nicht. Nach Angaben der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) erreichte sie im Jahr 2017 mit 797 Spendern einen neuen Tiefpunkt.

Der Rückgang liege allerdings weniger in der mangelnden Bereitschaft der Bevölkerung. Eine Ursache sei die enorme Leistungsverdichtung in den Kliniken.

Weitere Informationen

www.bzga.de
Internetseite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

www.dso.de
Internetseite der Deutschen Stiftung Organtransplantation

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 Deutsche Presseagentur