Soziales / 12.03.2020

Wissenschaftler häufig befristet

Laut Studie erhalten wissenschaftliche Mitarbeiter häufig befristete Arbeitsverträge. Immerhin hat sich die durchschnittliche Laufzeit verlängert.

Bild zum Thema Wissenschaftler häufig befristet: Labor mit forschenden Wissenschaftlern.

Berlin (dpa). Wissenschaftliches Personal in Deutschland wird weiter vor allem befristet angestellt. Die Befristungsquote liege bei 80 Prozent, bei den wissenschaftlichen Angestellten an Universitäten sogar bei 89 Prozent, teilte die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) unter Berufung auf eine Studie der Universität des Saarlandes mit. Vor einer Novellierung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes 2016 hätten die Anteile etwas höher gelegen.

Befristete Arbeitsverträge für durchschnittlich 28 Monate

Die Laufzeiten der befristeten Arbeitsverträge haben sich in Folge der Novelle moderat um durchschnittlich vier Monate von 24 auf 28 Monate verlängert. Die Novelle wirke ein bisschen, sagte GEW-Vizechef Andreas Keller in Berlin. Dies reiche aber nicht aus. Bundestag und Bundesrat müssten jetzt nachsteuern und eine Reform des Gesetzes auf den Weg bringen, die die Befristung wirksam eindämmt. Für Daueraufgaben müsse es auch Dauerstellen geben.

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GEW-Mitteilung

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 Deutsche Presseagentur