Rente / 09.04.2019

Witwenrente: Ehe muss ein Jahr bestanden haben

Stirbt der Ehepartner oder die -partnerin innerhalb der ersten zwölf Monate nach der Hochzeit, gilt die Verbindung als Versorgungsehe.

Eheringe – Bildnachweis: gettyimages.de © Jasmin Awad / EyeEm

Oldenburg-Bremen (drv.) Bei Eheschließungen seit dem 1. Januar 2002 wird eine Witwen- oder Witwerrente nur noch gezahlt, wenn die Ehe mindestens ein Jahr bestanden hat. Ist das nicht der Fall, muss der Rentenversicherungsträger laut Gesetz zunächst davon ausgehen, dass eine sogenannte Versorgungsehe vorliegt. Damit ist gemeint, dass das Paar die Ehe angesichts des erkennbar kurz bevorstehenden Todes nur einging, um nach dem Tode dem überlebenden Ehegatten die Möglichkeit zu geben, eine Hinterbliebenenrente zu beziehen.

Zwar wird das Vorliegen einer Versorgungsehe bei solchen Fallgestaltungen zunächst unterstellt. Dieses kann im Einzelfall vom Hinterbliebenen aber widerlegt werden. Gründe, die gegen das Vorliegen eine Versorgungsehe sprechen, können zum Beispiel der Tod des Ehepartners durch einen Unfall oder ein gemeinsames Kind sein.

Mehr zum Thema:

www.deutsche-rentenversicherung.de

Broschüre der Deutschen Rentenversicherung zu den Voraussetzungen und Leistungen der gesetzlichen Hinterbliebenenrenten

www.zeit.de

Bericht über ein Urteil des Bundesarbeitsgerichts zu einer zu Unrecht verweigerten betrieblichen Hinterbliebenenrente

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 Deutsche Rentenversicherung