Rente / 09.08.2019

Zahl neuer Waisenrenten bleibt niedrig

Im Jahr 2018 bekamen rund 56.300 Kinder und Jugendliche erstmals eine Hinterbliebenenrente gezahlt – ein Drittel weniger als 1995.

Vater und Tochter schauen sich auf dem Sofa zusammen ein Kinderbuch an.

Bad Homburg (sth). Immer weniger Heranwachsende bekommen wegen des Todes eines oder beider Elternteile eine Waisenrente gezahlt. Wie aus aktuellen Daten der Deutschen Rentenversicherung hervorgeht, die www.ihre-vorsorge.de vorliegen, bekamen im Jahr 2018 etwa 56.300 Kinder und Jugendliche sowie junge Erwachsene in der Ausbildung erstmals eine gesetzliche Hinterbliebenenrente überwiesen. Das waren nur etwa 500 Waisenrentnerinnen und -rentner mehr als 2017 und knapp 29.000 weniger als 1995, als noch rund 85.000 Heranwachsende erstmals waisenrentenberechtigt waren. Die Zahl der neuen Waisenrentenempfänger reduzierte sich damit innerhalb von 23 Jahren um rund ein Drittel.

Insgesamt erhielten 2018 knapp 304.000 Mädchen und Jungen in Deutschland eine Waisenrente, etwa 7.500 weniger als im Vorjahr und etwa 107.000 weniger als 1995. Das dürfte in erster Linie an der generell gesunkenen Kinderzahl in Deutschland sowie an der rückläufigen Zahl an tödlichen Unfällen und nicht heilbaren Erkrankungen ihrer Eltern liegen. Rund 55.000 Kinder und Jugendliche, die nach dem Tod eines Elternteils im vergangenen Jahr erstmals eine Halbwaisenrente  erhielten, bekamen eine durchschnittliche Monatsrente von etwa 185 Euro überwiesen. Rund 720 neue Vollwaisen, die beide Elternteile verloren haben, erhielten 2018 im Schnitt rund 368 Euro Rente von der Rentenversicherung.   

Mehr zum Thema:

www.deutsche-rentenversicherung.de

Link zu weiteren Informationen der Deutschen Rentenversicherung über die gesetzliche Waisenrente

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Autor

Stefan Thissen