Rente / 21.06.2019

Zeit des Rentenbezugs erneut gestiegen

Rentenversicherung zahlte Alters- und Erwerbsminderungsrenten 2018 im Schnitt 20 Jahre lang. Deutlicher Anstieg besonders bei Frauen.

Bild zum Beitrag "Zeit des Rentenbezugs erneut gestiegen". Das Bild zeigt Münzen in Gläsern, die Wachstum signalisieren.

Berlin (dpa/sth). Die Menschen in Deutschland beziehen ihre gesetzliche Rente noch länger. Lag die durchschnittliche Bezugsdauer bei den Alters- und Erwerbsminderungsrenten – die von Fachleuten als "Versichertenrenten" bezeichnet werden – 2010 noch bei 18,5 Jahren, ist sie im vergangenen Jahr nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung auf 20,0 Jahre gestiegen. 2018 waren sie im Schnitt noch 19,9 Jahre lang gezahlt worden.

Bei den Männern gab es einen Anstieg von 16,2 Jahren 2010 auf 18,1 Jahre im vergangenen Jahr, bei den Frauen von 20,9 Jahren auf 21,8 Jahre. Im Jahr 2017 hatten Männer ihre Alters- oder Erwerbsminderungsrente im Durchschnitt 17,9 Jahre lang bekommen, Frauen wie im vergangenen Jahr 21,8 Jahre lang. Rechnet man die Hinterbliebenenrenten dazu, lag die Bezugsdauer im vergangenen Jahr im Schnitt bei 21,3 Jahren bei den Männern und bei 20,9 Jahren bei den Frauen.

Die Rentenversicherung wies darauf hin, dass trotz des deutlichen Anstiegs der Rentenbezugsdauer und den damit verbundenen Mehrausgaben der Beitragssatz seit 2010 von 19,9 Prozent auf 18,6 Prozent sank. Eine gute wirtschaftlichen Entwicklung und ein starker Arbeitsmarkt seien die Basis für die positive Entwicklung, so ein Sprecher.

Mehr zum Thema:

www.deutsche-rentenversicherung.de

Grafik über die Entwicklung der durchschnittlichen Bezugszeit bei den gesetzlichen Renten

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Autor

Stefan Thissen